Abteilung für Gender Trouble

 

Hinweis in eigener Sache

Abt. für Gender Trouble

Ich bin heute abend zu Gast beim Küchenradio – wann die Sendung online geht, weiß ich nicht genau, aber aufgezeichnet wird ab ca. 20 Uhr. Die vage vorgesehenen Themen sind u.a. Geschlechterverhältnisse im Web 2.0 und Sexismus im Internet – alles andere wird sich, dem Format entsprechend, einfach entwickeln. Mein letzter Ausflug ins Radio war ja etwas kürzer und “kontrollierter”, insofern bin ich (wieder) etwas nervös. Aber freu’ mich!

Update: Das Gespräch ist jetzt hier online, ein paar Lektürehinweise habe ich im Genderblog versammelt.

Grillwochen: Geschlechterfragen

Abt. für Gender Trouble, Grillgut

Natural Born GrillersDaß sich am Grill gern die Geschlechter teilen, ist ja eine Binsenweisheit, die glücklicherweise auch gar nicht (mehr) so richtig und immer stimmt: Daß die Männer schweigend ins Feuer starren und die Frauen derweil eifrig Gemüse schnippeln. Jedenfalls kommen sich die Herren der Schöpfung doch oft wahnsinnig grillmeisterlich vor und umgehen damit – ein alter Trick im Patriarchat – das Gros der Arbeit. (Hoffentlich machen sie wenigstens nachher den Grill sauber. Das ist nämlich eine richtige Sauerei!)

Wie es jedenfalls auch ablaufen kann, hat Jörn Kabisch beobachtet und für die taz auch aufgeschrieben.

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Google macht glücklich?

Abt. für Gender Trouble

Jetzt so rein von der Google-Platzierung her würde ich denken, daß die Homepage von Foto Pauli (mit DLZ!) in Bern dieser Tage besonders viel Zulauf hat.

Eva im Gespräch (nur noch per E-Mail)

Abt. für Gender Trouble

Häme? Haareraufen? Ich weiß gar nicht recht, womit ich anfangen soll. Eva Herman, die großposaunende Prinzipienreiterin, deren angeblich monatlich erscheinendes Magazin zum schrecklichen Buch auch Monate nach dessen Erscheinen (und wieder Versinken) immer noch keine einzige Ausgabe gesehen hat (und zu beschäftigt mit Kinderhüten ist sie sicher nicht – ups, jetzt war die Häme doch schneller), hat ihr irgendwann einmal irgendwie doch “Weblog” genanntes Projekt eingestellt.

Stattdessen findet sich unter der Rubrik “Eva im Gespräch” eine statische HTML-Seite; Kommentare werden in einem extrem häßlichen Pop-Up-Fenster ausgespuckt, eingeben muß man sie aber … per E-Mail. No kidding, probiert es aus.

Entsprechend ist der RSS-Feed weg, die einzelnen Beiträge lassen sich nicht mehr verlinken, all das, was moderne Technik so liebenswert macht, ist verschwunden. Es kann nicht Ahnungslosigkeit sein (schließlich steckt ja eine PR-Firma dahinter, und der Sourcecode gibt aus: mit typo3 gemacht), es hat wohl Methode. Die ganzen kritischen E-Mails kann man ja so leicht in den Papierkorb verschieben. (Und die meisten KritikerInnen werden sich sowieso nur kopfschüttelnd anwenden.)

Und der neue “Beitrag” zu Silvana Koch-Mehrin ist sprachlich und inhaltlich mal wieder schlichtweg zum Kotzen. Dazu vielleicht demnächst anderswo (im eigentlichen Eva-Watchblog) mehr. (Aber gut, daß ich den Text gelesen habe, sonst hätte ich womöglich von diesem Buch (amazon.de) nicht so rasch etwas mitbekommen.)

Das Zippo zum Genderblog

Abt. für Gender Trouble, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Genderblog-ZippoZum Genderblog gibt’s jetzt auch ein Feuerzeug. Nicht nur zum Anzünden von Büstenhaltern geeignet.

(Ja, das war Ironie.)

Schuld war nur der Feminismus

Im rosa Kampfanzug: Eva Herman gibt das Strohpüppchen einer neuen reaktionären Familienpolitik. Eine Erledigung

Damit Sie das Buch nicht noch lesen müssen, habe ich es getan; alles, was Sie über das “Eva-Prinzip” wissen müssen, finden Sie hier. Meine Einschätzung gebe ich Ihnen gleich und kostenfrei vorweg, zum Zwecke der Niederschlagung aller Kaufgelüste und Klärung aller Doppeldeutigkeiten:

Eva Hermans Buch Das Eva-Prinzip ist ein bemerkenswert dummes Buch voller logischer Inkonsistenzen, dessen Argumentation aus groben Vereinfachungen, Halb- bis Unwahrheiten und schlichten Verdrehungen besteht, es ist dort, wo überhaupt, nur schlecht recherchiert, ideologisch verblendet, von Verfolgungswahn geprägt und darüber hinaus und trotz all dieser Eigenschaften, und das ist schon ein besonderes Ergebnis, atemberaubend langweilig.

Zum ganzen Text – erschienen in der wunderschönen neuen Querelles-Net.

Schoko

Abt. für Gender Trouble

Wir haben auch Schoko

Nein, das geht gar nicht.

(Schön und gut ist aber der in den Kommentaren aufzufindende Link zur Seite sexism-sells mit Texten aus der Reihe Sexism and the Media, die ich letztes Jahr leider verpaßt hatte.)

Neue Querelles-Net erschienen

Abt. für Gender Trouble

Schon seit Donnerstagabend ist die neue Ausgabe von Querelles-Net, der Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung, online. Schwerpunkt dieser Ausgabe ist das Thema Religion. Neben 28 Rezensionen gibt es noch einen Text von Theresia Heimerl zum “Verhältnis von Eros und Tod”: „Des Todes Entzückungen“ mit Photographien von Reinhard Börner.

Und bevor Gott Fußball heute abend wieder abgesetzt wird, sei noch auf Kathrin Hönigs Rezension “Fußball als Identitätsversicherungsintrument?” zum von Eva Kreisky und Georg Spitaler herausgegebenen und ganz jüngst erschienenen Band Arena der Männlichkeit. Über das Verhältnis von Fußball und Geschlecht hingewiesen.

Post an Wagner

Abt. für Gender Trouble

Lieber Franz Josef Wagner,

Sie müssen jetzt sehr, sehr stark sein. Setzen Sie sich erst einmal. Wissen Sie, es gibt Dinge, die muß ein Mann, die muß auch eine Frau irgendwann einmal erfahren. Normalerweise wird das irgendwann im Kontext der Pubertät ein für allemal erledigt, der eine oder andere mag dann traumatisiert sein, naja, ein bißchen Schwund ist halt immer, Ihnen dagegen steht der Schock noch bevor.

Also: ruhig bleiben. Herr Wagner, auch wenn Sie selbst es nicht glauben mögen: Ihre Mutter, die Trümmerfrau ohne rotlackierte Fingernägel und Freizeit, ihre Mutter, die Löwin: sie hatte Sex. Wirklich.

Arger noch, womöglich nicht nur einmal, sondern mehrfach. Es mag gar sein, daß sie Freude daran hatte, das wollen wir nicht ausschließen.

Mindestens einmal aber, und mehr wissen wir wirklich nicht, und ohne Ihrer werten Frau Mutter zu nahe treten zu wollen, hatte Sie Sex. Das wollen wir trotz des Ergebnisses keineswegs bedauern; man freut sich ja an allem Leben in der Welt. Aber ich dachte, Sie sollten es wissen.

Herzlichst,
Ihr R. Wolff

P.S.: Um zu begreifen, daß der Schmonz Ihrer sog. Zeitung über den Familienbericht der Bundesregierung Unsinn ist, muß man ja gar nicht im Nachhinein im Bildblog lesen; es hätte auch genügt, wenn Sie mehr gemacht hätten als nur die Windeln Ihrer Tochter mit Liebe, wie Sie sagen, zu wechseln, sondern auch sonst ein bißchen Hausarbeit verrichtet hätten. Dann wüßten Sie womöglich, daß man mit Kindern nicht mit 2 Stunden und 18 Minuten am Tag für Hausarbeit und Kinderbetreuung hinkommt. Aber Sie bezeichnen sich ja selbst als Macho und sind wahrscheinlich auch stolz darauf, keine Ahnung von derlei Gedöns zu haben. Oder?

P.P.S.: Und wo Sie sich über Frau Simonis’ öffentliches Tanzen mit 63 mokieren: Wenn Sie mit 62 Kolumnen schreiben, dann wirkt das Ergebnis gelegentlich so, als habe man mit einem hirntoten Affen nach einer Schreibmaschine geworfen.

Blog Against Sexism Day

Abt. für Gender Trouble, Internet & Blogdings

Blog against Sexism

vegankid ruft zum Blog Against Sexism Day auf – das verbreite ich doch gerne, auch wenn wir das drüben im Genderblog im Grunde jeden Tag machen, an unserem “Geburtstag”, dem internationalen Frauentag, aber noch ein bißchen mehr. (Gefunden bei yeahpope.)

Hard Core

Abt. für Film, Gender Trouble

Ein kleiner Hinweis für Freunde der Filmwissenschaft: Linda Williams’ Standardwerk Hard Core ist bei libri.de (und damit z.B. auch beim sehr förderungswürdigen bookzilla.de) zur Zeit für äußerst wohlfeile fünf Euro zu haben.

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