Abteilung für Berlinalia

 

Tagesspiegel 1.5

Abt. für Berlinalia, Internet & Blogdings, Medien

Jaja, schon ganz hübsch und alles, die neue Tagesspiegel-Website. Ob’s übersichtlich und mir angenehm ist, weiß ich gar nicht so recht – ich lese eh’ eher anderswo. “Zeitung heute“, das ist jedenfalls eine gute Sache.

Aber, mal ganz ehrlich: “Artikel versenden” geht erst nach Anmeldung? Das ist ja wohl albern nutzungsunfreundlich, da ist ja Spargel Online zugänglicher.

Tale of Cinema: Deutschlandpremiere

Abt. für Berlinalia, Film

debut - Juni 2007

Dazu: das heutige taz-Interview mit Frédéric Jaeger von critic.de und debut.

(Full disclosure: Ich bin Gründungsmitglied von debut und Redakteur von critic.de, kann aber morgen abend leider nicht dabei sein.)

Süß halt.

Sicherheit im Straßenverkehr

Abt. für Berlinalia

Kinners, schaut doch bitte auch beim Überqueren einer grünen Fußgängerampel unbedingt nach rechts und links. Ich mußte heute mit ansehen, wie eine junge Frau von einem (gerade noch scharf bremsenden) Auto erwischt und ein, zwei Meter weit durch die Gegend geschleudert wurde. Sie stand gleich danach wieder auf, wirkte aber nicht eben glücklich, und freundliche PassantInnen riefen sogleich einen Krankenwagen – aber das muß doch nicht sein.

Also, gebt Acht auf Euch.

(Ja, und dies für alle mitlesenden Betroffenen: Mein eigenes tragbares Telefon ist zur Zeit nicht benutzbar. Anrufe aufs Mobiltelefon und Kurznachrichten erreichen mich deshalb seit dem Wochenende nicht mehr. Bitte habt Nachsicht.)

Selbstermächtigung

Abt. für Berlinalia

Im Polizeipressemeldungsdeutsch heißt das so:

Die Kollegen versetzten sich in den Dienst

Merke im Übrigen: Wenn Du schon besoffen Auto fährst, laß das Dope zuhause.

Bus vs. Radfahrerin

Abt. für Berlinalia

Drüben im Hauptstadtblog werden Feinheiten der Straßenverkehrsordnung diskutiert. Ohne genaue Details über den Unfallhergang kann man da allerdings sehr lange diskutieren.

Berlinale-Programm online

Abt. für Berlinalia, Film

Das Programm der 57. Berlinale ist jetzt online einseh- und durchsuchbar. Das Gesamtprogramm kann hier als PDF heruntergeladen werden.

Ehemaliger Umsteigebahnhof

Abt. für Berlinalia

Natürlich ist es eher bizarr, daß die Deutsche Bahn ihre monströs-repräsentative und leicht dysfunktionale Glaswurst Berlin Hauptbahnhof – Lehrter Stadtbahnhof Berlin Mitte im Nirgendwo, oder wie der offizielle Titel auch immer sein mag, jetzt schon wegen leichter Lüftchen und wegen Hustenanfällen schließen und womöglich wieder abreißen muß. Es ist ja auch eine wirkliche Überraschung, daß in Berlin gelegentlich eine steife Brise weht. (Hoffentlich haben sie daran gedacht, daß es auch manchmal recht kalt hier wird. Mein Tip: Bahnhof bei unter -5 Grad Celsius nicht mehr betreten! Man weiß ja nie.)

Richtig bescheuert aber ist es, daß die Deutsche Bahn, die ja auch die Berliner S-Bahn betreibt, es während der zweiten Spontanschließung gestern nicht für nötig befindet, ihre Fahrgäste ordentlich zu informieren. In der S-Bahn gen Osten wurde nach der Haltestelle Bellevue einfach lapidar durchgesagt, der Hauptbahnhof sei aus Sicherheitsgründen gesperrt und man werde dort nicht halten. Ortsfremde, die mit der S-Bahn zum Hauptbahnhof fahren möchten, um dort in einen Zug Richtung Norden oder Süden umzusteigen, sind mit einer solchen Auskunft nicht wirklich zufriedenzustellen: woher sollen sie wissen, daß ihre möglicherweise einzige Chance, doch noch zum Zug zu kommen (super Wortspiel, eigentlich), darin besteht, direkt am nächsten S-Bahnhof (Friedrichstraße, für die Ortsfremden) in die S 2 oder S 25 zu steigen und zum Südkreuz zu fahren?

Eine kurze Durchsage wäre da schon nett gewesen. Aber in Sachen Service hat die Bahn halt eh ein Problem.

Sohn gesucht

Abt. für Berlinalia

Simon, ca. 178 groß, kräftig, 15 Jahre alt, schwarzer Kapuzenpullover, schwarze Blousonjacke mit rotkariertem Innenfutter, braune Van-Sneakers.

Auf dem Pulli sind zwei Aufnäher, am Ärmel ein schwarz-weiß-gewürfelter (Ska?) und vorne einer, auf dem ein Hakenkreuz in eine Mülltonne fliegt.

Er ist wahrscheinlich da, wo sich üblicherweise die Punks treffen und sucht Anschluss.

Bitte mitsuchen (mit Photo).

Update: Simon ist wieder aufgetaucht.

(Vermißtenanzeige 2.0)

Kreuzberg, ick liebe dir

Abt. für Berlinalia

Kreuzberg, ick liebe dir

Wegen derlei immer wieder.

Sprachservice

Abt. für Berlinalia, ein Potporree der Orthographie

Echtharrverlängerung

Harr! Harrrr! Harrrrrrrrrrrrrrrrrrrrr!

Super, es funktioniert!

Ich liebe Kreuzberg

Double Bond (mit Bonustrack)

Abt. für Berlinalia, Film

Es könnten auch zwei unterschiedliche Filme gewesen sein, aber – ohne das neueste Bond, James Bond-Vehikel gesehen zu haben – bei rechter Betrachtung stellt sich dann doch das Gefühl ein, daß die sehr schätzenswerte Katja Nicodemus und der nicht minder wertvolle Sascha Keilholz den gleichen Casino Royale gesehen haben. Lesenswert sind jedenfalls beide Kritiken, und sie im Vergleich mit- und gegeneinander zu lesen zeigt den weiten Interpretationsraum, den gute Filmkritik öffnet. Und ich bin jetzt durchaus in Bond-Erwartung ein wenig hibbelig geworden.

Bonustrack: Hot Wheels in Kreuzberg

Frau Nicodemus (zufälligerweise, Kreuzberg ist klein, Bekannte einer Bekannten) hat außer für den Film wohl auch ein Faible für schnelle, schöne Autos. Wohl deshalb ließ die Zeit-Redaktion sie mal ein bißchen Ferrari Scaglietti fahren. Ihr Erlebnisbericht von den Berliner und vor allem Kreuzberger Straßen ist bestes Autokino und vor allem eine zeitlich eher zufällig sehr gut in die aufgeregten Zeiten passende Erinnerung daran, daß die türkischstämmige Jugend im Wrangelkiez vor allem eins ist: total normal.

Wessen (Nicht-)Integrationspolitik?

Bis es kracht …

Herbst. Metallteile fallen, fallen wie von selbst.

Abt. für Berlinalia, pralles Leben

Wir haben eine neue Fassade bekommen. Präziser: Nachdem unser Haus jetzt etwa vier Wochen lang eingerüstet war (natürlich die vier Wochen, in denen es auch noch einmal richtig sonnig wurde) und die Fensterscheiben nach vorne schön mit hellblauer Folie abgeklebt waren (gegen den Dreck – sehr rücksichtsvoll, wir fühlten uns wie im Aquarium, blubb blubb, zumal die Luft dick wie Wasser wurde: die Folie verhinderte ja auch das Lüften) erstrahlt es jetzt in einer weinrot angehauchten Farbe, über deren ästhetische Meriten noch keine Einigkeit erzielt wurde. Wenigstens blieben die Fensterrahmen weiß, und unser Balkon erstrahlt auf der Innenseite ebenfalls hell, was doch die Erwartung auf sommerliche Frühstückssitzungen deutlich schöner macht. (Merke: Hell frühstückt es sich besser, sonst nickt und tunkt man immer wieder (in den Kaffee) ein.)

Aber ich schweife ab. Vergangenen Montag wurde also das Gerüst abgebaut – nach einer Aufbauzeit von vier bis acht Tagen (gibt es einen technischen, vielleicht statischen Grund dafür, daß das Gerüst so langsam aufgebaut wurde?) verschwand es jetzt am Ende der Bauarbeiten innerhalb eines Arbeitstages komplett. Die Folie war schon vor dem Wochenende entfernt worden, aber jetzt wurde es (mit Sonne!) gleich richtig hell. Sehr schön. Endlich wieder Fenster aufreißen! Das haben wir dann auch, schön der Reihe nach, mit allen Fenstern einmal gemacht.

Vielleicht wurde das Gerüst doch etwas sehr rasch abgebaut. Als die Prinzessin am Dienstagmorgen eines der Fenster zum ersten Mal öffnete, fand sie folgenden Gegenstand auf unserer doch eher schmalen Fensterbank vor (nein, nicht das Zehn-Cent-Stück, den anderen Gegenstand):

Vom Fensterbrett

Nicht unbedingt sehr schweres, aber doch massives Metall. Das macht große, große Löcher, wenn es unten ankommt. Je länger ich darüber nachdenke, was, z.B. bei einem Sturm, hätte passieren können, wenn wir dieses Mordinstrument nicht rechtzeitig gefunden hätten (oder versehentlich hinabgestoßen hätten – wer rechnet denn mit sowas?) desto mehr fröstelt es mich. Und das liegt wirklich nicht am Wetter.

Auf die Erklärung der Gerüstbaufirma bin ich jedenfalls gespannt.

Straßenverkehr

Abt. für Berlinalia, Parallelgesellschaften

Einer, der sich selbst allein in einem neuen, schwarzen, blitzeblank geputzten BMW-Cabrio durch die Gegend fährt und sich “B-IG” als Kennzeichen geben ließ, der kann mir nichts erzählen, oder alles, was er will, der hat entweder etwas zu kompensieren oder aber schlechten Geschmack, den es dann allerdings ebenfalls zu kompensieren gäbe. Es ist vertrackt, wenn man sich einmal beim Autokauf vertan hat, gibt es keinen Weg zurück.

Freitagsnotizen

Abt. für Berlinalia

Obwohl der Wahlkampf wohl erst am Montag beginnt, steht die CDU mit einem Stand vor der Moschee in der Skalitzer Straße. Auch wenn Menschen vom Freitagsgebet nur tröpfeln, ist mit Kinderwagen ein allenfalls mühsames Durchkommen möglich.

***

Vor der Eck-Kneipe sitzt im wenigstens etwas kühleren Schatten ein Mann, vor sich ein Bierglas und zwei geöffnete Päckchen mit Schnittwurst. Bedächtig und langsam nimmt er eine Scheibe und ißt sie zum Bier, dann die nächste.

***

War schön. Dank an den edlen Spender. Der leichte Regen machte auch das Klima im Olympiastadion zusehends erträglicher. (Frau Kogelboom machte es keinen Spaß; mir schon, obwohl natürlich viel ähnlich ablief.)

Landunter im Büro

Abt. für Berlinalia

Eigentlich dachte ich, bei den Regenfällen am Freitag und Samstag glimpflich davongekommen zu sein (also: trocken). So kann man sich täuschen: am Schreibtischstandort schüttete es zum Fenster herein, unter der eingezogenen Wand durch und hinein ins Eckschränkle.

Trotz allem Glück gehabt: Eine freundliche Mitmieterin war vor Ort und rettete, was zu retten war. Die paar schon angestockten wenn nicht -geschimmelten Unterlagen kann ich verschmerzen, den sich auflösenden Preßspanschrank auch gerade noch so: altes, immer schon billig gewesenes Familienmöbel. Schade drum.

Immerhin trocknet bei dem Wetter alles, auch der Fußboden, wirklich sehr zügig.

(File under: Kleine Katastrophen, die jetzt eigentlich nicht auch noch hätten sein müssen)

Hauptbahnhof, zeitlos

Abt. für Berlinalia

Mir ist jetzt schon des Öfteren aufgefallen, daß man zuweilen in Bahnhöfen – vor allem in den größeren, einkaufszentrumsartigen – vergebens oder zumindest längere Zeit nach Uhren sucht. Anscheinend ist man der Meinung, daß Uhren dem Einkaufsgefühl abträglich seien; nicht umsonst ist die Durchsage “Sehr verehrte Damen und Herren, wir schließen in 15 Minuten” stets ein Einbruch in die von der realen Zeit abgekoppelten Lebenswelt des Kaufhauses, deutet sie doch an, daß es auch in der Wunderwelt des Kapitalismus ein Konsumende geben könnte. Die tickende Uhr als beständiges Memento mori… aber vielleicht übertreibe ich da ein wenig.

Nichtsdestoweniger erscheinen mir Uhren in Bahnhöfen unerläßlich. Ich möchte sogar sagen: wenn ich im Bahnhof herumgehe (und nicht gerade im Inneren eines Geschäfts bin), dann möchte ich mich zumindest und stets mit wenigen Schritten in eine Position begeben können, in der irgendwo eine Uhr zu sehen ist, die die korrekte Zeit anzeigt. Warum? Es ist ein Bahnhof, for god’s sake, ein Ort, an dem zu vorher festgelegten Zeiten mehr oder minder pünktlich Züge abfahren, und zwar ab, weg und vorbei. Der Bahnhof ist, aller vermallung zum Trotz, primär ein Transit-Ort, ein Ort, an dem man nicht hauptsächlich ist, um dort zu sein, sondern um von dort wegzukommen.

Am nigelnagelneuen Berliner Hauptbahnhof hat die Bahn ihr Konzept, die Bahnhöfe ganz anders werden zu lassen, nun anscheinend konsequent umgesetzt. Ich war heute zum zweiten Mal dort (das erste Mal bin ich nur aus der S-Bahn und raus, weil’s wichtiges zu tun gab); am unteren Bahnsteig 3/4 angekommen, als es ans Verabschieden ging, wanderte mein Blick kurz umher – man weiß ja gerne, wieviel Zeit man noch bis zur Abfahrt des Zuges hat, wenn man mit hineinspringen, aber nicht mit abfahren will.

Aber es gibt auf dem Bahnsteig keine deutlich sichtbaren Uhren!

Jetzt ganz ohne Scheiß, vielleicht irgendwo am anderen Ende oder in der wegen der Rolltreppe nicht einsehbaren Bahnsteigsmitte, aber auf dem gesamten übersehbaren Bahnsteigsstück war keine einzige Uhr zu sehen.

Die spinnen, die Bahnfuzzis. (Und, ja, die umstrittenen Zwischendecken (letztes Bild) sind wirklich ziemlich häßlich.)

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