Zidane

Interessant, daß man so von einem Menschen enttäuscht sein kann, ohne ihn auch nur ansatzweise persönlich zu kennen.

Hätte vielleicht noch ein großer Sieg werden können. So war’s nicht mal eine große Niederlage, mit entsetztem Schweigen während der letzten zehn Spielminuten. Das als Abgang, Mann…

Ja, kacke. Oder? Ja, schon.

Emotional

Schön, wie Lahm auf die an alle anderen vorher auch schon gestellte, so inhaltsleere Frage, was er denn so empfinde im Rückblick auf die ganze WM und jetzt gerade, total freundlich und nett sagt, er empfinde “jede Menge Emotionen”.

Alé, alé alé alé…

Allez, les vieux bleus!

Sie machen vielleicht nicht die besten Autos, aber die besten Werbespots dazu. Und sie haben im Deutschen so einen lüstigen Akzent, da kann man viel Spaßerei mit machen.

Gewinnen werden sie wahrscheinlich auch noch.

Weiterlesen »

Schlaaaand?

Was passiert eigentlich, wenn die jetzt gleich verlieren?

(Nachtrag nach Mitternacht: Na, wir werden ja sehen.)

(Noch Nachträglicher: Zuletzt wurde es dann doch noch ein spannendes Spiel, aber die italienische Mannschaft haben bis zum Schuß halt nicht aufgegeben. Und sie waren den kleinen Tick besser.)

WM-Geschäftsidee #1235

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

flickr-Photo

Seine Angestellten noch ein bißchen länger und mehr arbeiten lassen, als sie es unter den herrschenden Bedingungen sowieso schon müssen.

Berlin hat ein Problemchen mehr

Bruno, der Problembär, auf dem Weg zum 'Fan Fest'Genauer: Bruno, aka JJ1, aka Problembär wurde am Freitag in Berlin auf dem Weg zum “Fan Fest” gesichtet. Da er mittlerweile “zum Abschuß freigegeben” ist, ein wichtiger Hinweis: Umstehende Passanten und Fußballfans möchten möglichst nicht in ein eventuelles Feuergefecht miteinbezogen werden. Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

Für welches Team Bruno bei der WM mitfiebert, wurde leider nicht bekannt. Experten gehen allerdings davon aus, daß es sich wohl nicht um Finnland handeln würde, hätte sich die Mannschaft aus dem hohen Norden überhaupt für die Endrunde qualifizieren können. Seine Herkunft würde allerdings dafür sprechen, daß er es wohl mit den italienischen Azzuri hält, auch wenn seine Fanutensilien (s. nebenstehendes Photo) dies nicht eindeutig erkennen lassen.

Auch Bankräuber sind Fußballfans

Drei Unbekannte haben heute Abend eine Bank-Filiale in Tempelhof überfallen. Die drei mit Mützen bzw. Fahnen in Deutschland-Farben maskierten Männer betraten das Geldinstitut in der Kiepertstraße kurz vor 18 Uhr [...]

Aus einem Pressemeldung der Berliner Polizei; gefunden in einem Kommentar bei Fooligan.

Schwarz-rot-geil aus der Hose

Abt. für Medien

Schwarz rot geil

Aus der Hose

Ach, die sind doch alle balla-balla. Haben das Hirn in der Hose, wenn überhaupt eins. Etc.

Dtschlnd 2.0 (im Markenrausch)

Die VIPs zu Gast bei bezahlten Freundinnen

Im “Hospitality-Bereich” werden so genannte VIPs aus vielen exotischen Ländern vor und nach den Spielen entertaint, beköstigt und vor allem wird ihnen hemmungslos Alkohol kredenzt. War da was mit der Diskussion um alkoholarmes Bier in den Stadien? Die galt natürlich nur den Normalsterblichen, die sich ihre Tickets selber kaufen mussten.

Aus dem Tagebuch einer VIP-Hostess

Torwart fängt Ball. Der rechte Torwart von mir aus gesehen.

70. Spielminute: Cole ist über seine eigenen Füße gestolpert.

Doreen kommentiert England vs. Trinidad & Tobago. Ganz großes Qualitätsbloggen. So muß WM-Berichterstattung sein. (via; und ja doch, Kick Dich ist ziemlich lustig.)

Showbusiness WM

It’s as if every team were made up of the galaxy’s most ineffectual Jedis.

defective yeti betrachtet die WM als theatrales Ereignis.

Mit Rasenduft!

Die taz bloggt. Eher nicht.

Abt. für Medien, Metabloggen

Liebe taz, da eröffnet ihr, immerhin mit wenig Getöse, Euer komisches taz-WM-Blog und macht seit Donnerstag immerhin schon zwei Einträge – was wollt Ihr damit? Bloggen jedenfalls nicht, sondern:

In diesem Blog stellt die taz-WM-Redaktion täglich eine Frage -und bittet die ExpertInnen im Publikum um Antworten. Einfach “Kommentar” anklicken, schreiben und absenden.

Bloggen als Publikumsbefragung – das ist ja mal saumäßig interessant. Vor allem mit so wahnsinnig kritischen, originellen Fragen wie z.B.:

Wenn personell und strategisch alles stimmt, kann eine mittelmäßige Nationalmannschaft auch die ganz Großen wie Brasilien, Italien oder Holland schlagen. taz-WM-Analytiker Ulrich Fuchs sagt: Darin besteht Deutschlands (kleine) Chance, Weltmeister zu werden. Hat er recht?

Kinners, macht doch erst einmal ein neues Konzept, fragt ein paar Leute, die was davon verstehen, oder laßt es einfach sein. Es ist ja völlig okay und sogar total schnafte, wenn ihr es gut und ausreichend findet, Old Media zu sein, anstatt jedem Online-Trend hinterherhecheln zu müssen wie so viele der anderen papierbefüllenden Medien. Immerhin wart Ihr allen anderen mit Eurer Internetpräsenz um Jahre voraus.

Entspannt Euch.

Auftakt bei zurückhaltender Stimmung

Merkel vor dem EroeffnungsspielKurz darauf fiel im Wiener Blut der Beamer von der Wand. (Offensichtlich nicht so gut befestigt wie anderswo in Kreuzberg.)

Irgendwie haben sie ihn dann doch noch auf der Stereoanlage balanciert, so daß das Bild an die Wand kam und das ja doch wirklich ganz unterhaltsame Spiel seinen Lauf nehmen konnte.

Was Mme Merkel gesagt hat, darauf habe ich jedoch nicht wirklich geachtet. Die Süddeutsche hatte dann aber das rechte Bild zum passenden Text:

Merkel in der SZ

Ein Bingo würde dem Spiel guttun

Großartige Idee: Das Platitüden-Bingo zur Fußball-WM. (via)

Platitueden-Bingo

(Und jetzt ist mal Schluß für heute.)

Neue Socken

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

WM-SockenEs geht doch nichts über die Geschenke von Ex-Mitbewohnern. So präzise daneben. (Selbst die Fußgröße stimmt nicht ganz.) Großartig.

Ich bin sehr glücklich: endlich die passende Kleidung für den heutigen Abend!

Ja, und jetzt wird alles schrecklich deutschlandfarben, schwarzrotgold. Die spinnen, die sich diese Fähnchen ans Auto pinnen, und es sind viel zu viele. Die Nationalmannschaft wird zum Nationalsimulator – das ist das einzig kluge Wort, das Peter Sloterdijk dem Spargel gesagt hat, dazu später vielleicht mehr -, und alle sind Deutschland. Papst. Ballack.

Wir sind Fußball!Der Wahnsinn ist also ausgebrochen, der totalisierende Fetisch kommt über uns, ab jetzt gibt es nur noch die Wahl zwischen Blatter-Diät oder magischen Fußball-Cerealien; das Auge aber wird immerfort und überall beleidigt. Und selbst aus Versehen kann’s uns treffen: die Prinzessin erwarb mit ihrer neuen Zahnbürste, ohne es zu bemerken, eine blaue, offizielle FIFA WM 2006™-Plastiktrillerpfeife mit eingebautem, rot leuchtenden Diodenlämpchen, häßlich wie die Nacht.

Meine Bank, die kein “nationaler Förderer” der FIFA WM 2006™ ist, schreibt mir, sie sei stattdessen Fußball, was dermaßen ballaballa ist, daß ich überlegen muß, meine Bank zu wechseln. Wer will sein Geld (oder seinen Überziehungskredit) schon gern einer Organisation aufgeblasener Hohlkörper überlassen?

Weiterlesen »

Rechtsstaat? Braucht doch keiner

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Weibliche Besucher von Fußballspielen müssen damit rechnen, sich vor den Augen der Polizei nackt ausziehen und einer umfassenden Kontrolle unterziehen zu müssen. Das gilt auch, wenn sie selbst unverdächtig sind.

Heute abend um 18 Uhr werden im übrigen die Menschen- und BürgerInnenrechte auf dem Gebiet der Bundesrepublik Deutschland für die Dauer eines Monats in nicht näher bestimmtem Ausmaß ausgesetzt. Fortsetzung folgt.

(Siehe auch: Netzeitung)

Nochmal No-Go-Areas

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Wir hatten das Thema schon, jetzt hat Uwe-Karsten Heye ein Fettnäpfchen betreten, über das sich in der Tat trefflich streiten läßt – was nun auch prompt geschieht. Ob man das alles richtig oder falsch findet – wenigstens findet das Thema Rassismus so seinen Weg in die Nachrichten, und das zumindest ist schon mal nicht per se schlecht.

Heyes während eines Radiointerviews gefallene Äußerungen kann man im Original nachlesen und auch anhören.

Berliner No-Go-Areas

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Auch wenn niemand ein Pod- oder Vidcast daraus machen wollte, mit meinem Vorschlag, doch einmal die No-Go-Areas für Ausländer im Berliner Stadtgebiet zu explizieren, bin ich jedenfalls nicht allein. Der Afrika-Rat wird in den nächsten Wochen einen Katalog mit konkreten Hinweisen auf No-Go-Areas (Vor Betreten wird gewarnt) für die WM herausgeben, schreibt die Morgenpost, und fügt hinzu:

Der Blick in Reisebücher zeigt, daß sich dieses Bild dort fortsetzt: So schreibt der englische Reiseführer “Time out Berlin”, die Stadt sei sicher, setzt aber hinzu: “Vermeiden Sie die östlichen Vororte, wenn Sie homosexuell oder nicht-deutsch aussehen.”

Weiterlesen! (via)

Suche

Werbung

Neue Trackbacks

Kapitalismus

Meine anderen Baustellen

Kapitalismus 2.0

Mousepad

Technicalities