Große Show – und was ein englischsprachiger Mensch dabei versteht…
Ich habe ja eigentlich keine Zeit zum Bloggen, aber das ist einfach zu gut. Mit großem Dank an Nina! (Direktmoskau)
Paris ist übrigens vielleicht noch besser als Moskau. ;-)
Abt. für A Series Of YouTubes, Pop
Große Show – und was ein englischsprachiger Mensch dabei versteht…
Ich habe ja eigentlich keine Zeit zum Bloggen, aber das ist einfach zu gut. Mit großem Dank an Nina! (Direktmoskau)
Paris ist übrigens vielleicht noch besser als Moskau. ;-)
Abt. für Film
“Life’s a bitch. And she’s back in heat.”
Großer Weltverschwörungs-Außerirdischen-Sozialkritik-Trash von John Carpenter, der erstaunlicherweise wirklich gut funktioniert. Der Hauptdarsteller ist ein Ex-Wrestler, der bis heute im B- und C-Segment beschäftigt ist. Sie Leben! macht ganz ungeniert und campy von der Vorgeschichte seines Darstellers Gebrauch. Nicht nur darf der Mann als Bauarbeiter mit bloßem Oberkörper Sand schippen und seine Muskeln präsentieren. Es gibt auch noch eine dramaturgisch weitgehend überflüssige Prügelszene, samt sehr alberner Wrestling-Moves. Die Szene, etwa eine Stunde nach Filmbeginn zu sehen, dauert ewige Minuten und wurde, den imdb-Trivia zufolge, von den beiden Darstellern selbst arrangiert. Carpenter ließ die Szene drin, was nicht unbedingt der größte existierende Beweis für seine ästhetische Treffsicherheit ist.
Für einen lauen Bierabend taugt der Film allemal, nicht zuletzt wegen mindestens zweier One-Liner des Protagonisten, die zwar überhaupt nicht zur Handlung passen, aber unbedingt zitierfähig sind. Sehr komisch ist im Übrigen auch, wie der Versuch grandios scheitert, den Protagonisten (der keinen Namen hat, deshalb hier immer diese Benennung) zugleich als bedächtig und als draufgängerisch-heldenhaft zu charaktisieren.
Und die Aliens sind hübsch anzusehen.
Ich dachte wirklich einmal, Steven Seagal wäre nicht so schlecht wie sein Ruf. Aber dieses seltsame Stück Zelluloid aus dem Jahr 2001 bewies mir kürzlich versehentlich im Nachtprogramm das Gegenteil: Er hat präzise einen Gesichtsausdruck, mit dem er besorgt, entschlossen oder martialisch guckt. Um feststellen zu können, was im Einzelfall zutrifft, gibt’s ja glücklicherweise den Handlungskontext.
Bzw. eben nicht. Ticker ist ein Potpourri der schlecht gemachten Versatzstücke, der egalen Plotelemente und fiesen Logikbrüche. Was Dennis Hopper hier verloren hat, ist nicht ganz klar, außer natürlich: den fiesen Bombenbauer aus Speed aufs schwächlichste wieder aufzunehmen. Jaime Presslys Rolle ist hingegen viel klarer umrissen, sie darf abwechselnd ein bißchen zwielichtig und ziemlich unschuldig gucken und zwischendrin vor allem ihren Bauchnabel in die Kamera halten.
Das ist allemal besser als Seagals Gesichtsausdruck ertragen zu müssen, ist aber noch lange kein Grund, sich den Film anzusehen. Und andere gibt es auch nicht.
Der Film verrührt Folter mit voll frontaler Nacktheit [...]
Da hat wohl der Übersetzungscomputer wieder zugeschlagen, was, Spiegel Online? Und überhaupt: schrill, schrill, diese B-Movies, und die B-Movie-Festivals erst, das habt ihr schon richtig erkannt.
Kriegt das Fantasy Filmfest dann auch einen ähnlich präzis recherchierten Artikel?