
Das Problem vieler schwächerer Thriller ist ja, daß sie fulminant und vielversprechend beginnen und ihnen dann im Lauf des Films das Tempo, die Ideen und die Bilder ausgehen. Am Ende bleibt dann keine Spannung mehr übrig, sondern vor allem die Sehnsucht nach einem, irgendeinem Ende. Der französische Thriller The Snake (Kostenloser Servicehinweis für die Filmwirtschaft: Englische Verleihtitel für französische Filme haben eine leicht alberne Note) hat allenfalls das umgekehrte Problem: Er läuft eine lange Weile so gemächlich dahin, daß so mancher Zuschauer vielleicht gar nicht erst bis zum knalligen Ende dabeibleibt.
Zunächst einmal geschieht also zwar viel, aber wie das zusammenhängt und warum, das offenbart sich erst ab etwa der Hälfte des Films – bei unserer ersten Sichtung im französischen Original waren wir uns schon sehr unsicher, ob wir nicht etwa entscheidendes schlichtweg sprachlich verpaßt hatten. (Der Mangel an Untertiteln auf der DVD tat sein Teil zu unserer Unsicherheit dazu.)
Plender (Clovis Cornillac) erpreßt anscheinend gern ältere Herren, die sich auf erotische Abenteuer mit jungen Frauen einlassen – seine Gehilfin Sofia (Olga Kurylenko, die schon für Hitman (Kritik) nackt posierte und sich demnächst James Bond in die Arme werfen wird) lotst die Männer dazu in mit Kameras präparierte Wohnungen. Weiterlesen »

