prompt

Abt. für Medien

Es gibt neues Futter für’s “Bild”-Wörterbuch des Bildblog:

prompt: Genau so abgepaßt, daß “Bild” online ein exklusives Video zeigen kann.

Prompt, berichtet bild.de, habe RTL auf die schockierende Entgleisung reagiert, die das Qualitätsmedium auch gleich an der selben Stelle zur Ansicht präsentiert: DJ Tomekk hebt den rechten Arm zum Hitlergruß und singt. Das ist allemal ziemlich blöd und vor allem natürlich ein willkommenes Skandälchen zur Sendung. Steigert womöglich die Quote.

Von “prompt” im, seien wir mal pedantisch, Wortsinne (also z.B. i.S.v. ohne Verzögerung, kurzfristig, innerhalb kurzer Zeit) kann allerdings wahrlich keine Rede sein. Denn wie bild.de zugleich schreibt, entstand das Video am Morgen der Abreise ins Camp – das muß also schon ein paar Tage her sein, denn im Fernsehen gibt’s die Dschungelshow ja bereits seit 11. Januar zu sehen.

Es fragt sich schon, wer das Video aufgenommen und wer es jetzt an die Medien gegeben hat. Es fragt sich auch, ob das Kamerateam, das im Hintergrund zu sehen ist, nichts mitbekommen hat. bild.de stellt diese Fragen nicht.

Und jetzt: Musik.

Franz Josef Wagner beschimpft deutsche Soldaten als Tiere!

Abt. für Medien

Die Sache mit den Schädeln liegt zwar jetzt schon ein paar Tage zurück, und die deutsche Welt schaut inzwischen gebannt, wenn auch gleichgeschaltet, auf auf JVA-Dächern herumstehende mutmaßliche Sexualstraftäter, aber es soll doch nicht verschwiegen werden, daß Bild-Kolumnist F. J. Wagner sehr verklausuliert, aber deshalb nicht weniger deutlich am 26. Oktober seiner Ansicht Ausdruck verlieh, deutsche Soldaten seien Tiere.

Er schrieb seinerzeit den lieben deutschen Soldaten wegen der Fotos am Hindukusch.

Er schäme sich als Deutscher (ob er sich auch sonst, so als Franz Josef Wagner und z.B. für seine Kolumnen, äh Briefe, äh für sein ahnungsloses Geschreibsel schämen kann, ist nicht bekannt, gilt jedoch für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen als eher unwahrscheinlich), aber zugleich spüre er in den Bildern die Angst und die Verzweiflung.

Und er rät: Ich würde unsere Soldaten vom Hindukusch abziehen, weil sie Menschen bleiben sollen. Und keine Tiere.

Nun bin ich nicht der gekrönte King of German Satzbau, aber ich jedenfalls lese in diese Satzhäufung hinein, daß die Soldaten, so man sie nicht vom Hindukusch abziehe, sie eben nicht Menschen blieben, sondern Tiere. Was also voraussetzt, daß sie … ja doch, Tiere sind.

Irgendwie stammen wir eben doch alle von einem gemeinsamen Vorfahren mit dem Affen ab. Und F. J. Wagner (herzlichst!) ganz besonders.

Schädel-Schande auch bei Spiegel Online!

Abt. für Medien

Zustände wie in Afghanistan – Redaktion kennt keine Zurückhaltung beim Zeugsvorzeigen – Personelle Konsequenzen gefordert

Schaedelschande

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