Militärisch abgesicherte Stelle in der Bibliotheksleitung

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Das wird die KollegInnen vom netbib Weblog aber freuen: da ist eine exklusive Stelle für eineN gut ausgebildeteN BibliothekarIn frei, etwas richtig Anspruchsvolles:

To be successful in this job, the Chief Librarian will need to be creative, adaptable, ambitious and resourceful. The ideal candidate will possess a degree in library studies or a closely related field and relevant experience. We will consider extensive experience in library operations and management, in lieu of a degree. This job requires proficiency in English.

Nötig ist allerdings auch eine US government secret clearance, denn bei der Stelle, um die es sich hier handelt und die die eigenartige Firma Torres Advanced Enterprise Solutions zu besetzen hat, ist die Stelle als Chief Librarian, Detainee Library, under the direction of the Joint Task Force, Guantanamo Bay, Cuba.

Und es wäre doch sehr spannend zu wissen, mit welchen Büchern sie die Menschen versorgen, die sie ja auch sonst nicht eben unter menschenwürdigen Bedingungen eingesperrt haben. Werden die alle von George und Laura Bush persönlich als angemessene Lektüre bewertet und eingestuft?

(Gefunden bei Metafilter.)

Wir verabschieden uns hiermit offiziell

Post an Wagner

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen, Medien

Lieber Franz Josef Wagner,

am Montag wollen Sie, wie jeden Tag aufs Neue, von Ihren LeserInnen gewählt werden. Liest noch jemand den Schmock, kauft ihn gar jemand? Haben Sie es verdient?

“Regierenden ‘Partymeister’” haben Sie heute Klaus Wowereit genannt, der sich morgen hier in Berlin zur Wahl stellen will. Regierend stimmt, Partymeister nicht. Wowereit ist Bürgermeister, und ihre Anspielung darauf, daß Herr Wowereit eine Zeitlang angeblich nur auf Parties, nicht aber beim Regieren gesehen wurde, ist so langweilig und abgenutzt wie bärtig (und gleiches gilt auch für den politisch aussagefreien Wahlwerbespot der CDU). Es gibt nämlich nicht nur in Berlin grundsätzlich zwei Herangehensweisen an Wahlkampf, eine erträglich und eine unerträglich.

Es gibt die wunderbare Herangehensweise, sich mit Argumenten den Wettstreit um die bessere Lösung zu liefern; hierbei wird, selten genug kommt es vor, tatsächlich politische Willensbildung betrieben. Es ist menschlich, darauf verzichten zu wollen, aber ist es auch zeitungskolumnenschreiberisch? Was ist, fragen Sie sich anscheinend, mit den haltlosen und billigen persönlichen Angriffen, die sonst vielleicht niemand machen würde, was ist mit inhaltsfreien Slogans? Sie sind die Form politischer Willensbildung, die ihre Zeitung schon heute betreibt, sie wird es auch morgen sein.

Wissen sie, Franz Josef Wagner, ich habe kein Problem mit Klaus Wowereit. Ich habe ein Problem mit einem Fatzke wie Ihnen, der andere beschimpft, aber keine Argumente hat. Und ich habe ein Problem mit Ihrer “Zeitung”.

Herzlichst,
Ihr R. Wolff

Atomlobby

Verkehrsvermeidung

Bärte und Burkas für die innere Sicherheit

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Drüben bei sapere aude weist man auf Henning Schürigs Aktion Solidaritätsbart hin (samt flickr-Gruppe natürlich).

Hintergrund ist dieser Beitrag von Stefan Niggemeier zum nicht nur leicht gruseligen Weblog PI – Politically Incorrect.

(Ich trage Bart schon länger, und schon seit bevor Frau Bunz es gut fand. Photo vielleicht demnächst.)

Darwins Alptraum

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen, Film

Ich habe bei anderer Gelegenheit schon einmal von Darwins Alptraum berichtet, einem grandiosen Dokumentarfilm, der ganz ohne erhobenen Zeigefinger durch seine Argumente überzeugt. Ich schrieb:

Na, ißt noch jemand Viktoriabarsch? Leider ja, und das ist nur einer der Gründe, warum dieser Film zum Bildungskanon gehören sollte. Er bewegt sich in langsamen Kreisbewegungen um die Folgen herum, die die Ansiedlung des Barsches im afrikanischen Viktoriasee hatte, und mehr und mehr wird er zum Lehrstück darüber, wie Kapitalismus und Globalisierung funktionieren.

Davon, ob ich mein Lob und Preis zurecht verteilte, kann und muß man sich heute abend selbst informieren, denn Darwins Alptraum läuft ab 20.40 Uhr bei arte.

April 14 is Poop For Peace Day

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