
Zwischenhändler “ausgeschaltet”
Abt. für ein Potporree der Orthographie
Hobbies sind ja was für die Unterschicht
Hoppla, Microsoft Word macht jetzt einen auf intellektuell, was?

Sprachservice
Abt. für Berlinalia, ein Potporree der Orthographie
Ein Potporree der Orthographie (mit Kautsch im Flor)
Abt. für ein Potporree der Orthographie
Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit in meinem flickr-Set Abenteuer Orthographie mit orthographischen Varianten der deutschen Sprache, nicht aus sprachrechthablerischem Impetus (zumindest will meine Selbsttäuschung mir das einreden), sondern mehr aus Freude über die Vielzahl und Bandbreite an Möglichkeiten, Gesprochenes zu verschriftlichen.
Und manchmal aus der Irritation darüber, daß Menschen sich teure Schilder, Aufkleber u.dgl. mehr für ihre Ladengeschäfte und sonstigen Unternehmungen drucken und erstellen lassen, ohne daß jemand sich mit einem Duden oder Wahrig bewaffnet und einfach noch einmal nachliest. Aber nun gut: es bereichert unsere Sprache ja in nicht geringem Maße. Auch ein Mehrwert.
Dergleichen soll sich hier in loser Folge immer wieder finden, und heute beginnen wir mit einem schönen Aushang (best viewed large), den die Prinzessin vor einiger Zeit von ihren Wanderungen durch die Stadt mit nach Hause brachte, mir zur Erbauung.
Zu gern sähe ich vom Balkon in den Hinterhoff, besichtigte das Schuhregel im Flor (Langflor?) und vor allem die Kautsch.
Dafür ist die Größenangabe sehr präzise.
Sehnswürdig
Bevor wir uns alle lustig machen – Lehnitz ist schön und tatsächlich des Sehens und des Sehnens würdig. Alaaf. (Was das wohl wieder gekostet hat?)
Zu komplex für die Zielgruppe?
Abt. für Medien
Liebe Spiegel Online-Redaktion, es ist schon klar, daß man Eurer Zielgruppe etwas kompliziertere grammatische Formen (Mas|todon, das; -s, …onten) nicht zumuten kann. Oder ist es einfach Ahnungslosigkeit? Ach, hättet Ihr doch Wikipedia gefragt, das könnt Ihr doch sonst auch.
Addendum: Herr abundant hat einen noch viel schöneren Fall von Rechtschreibschwäche aufgetan.
Addendum 21 Uhr: Der Rechtschreibbeauftragte für schwierige Fälle hat bei Spiegel Online den Dienst aufgenommen und den Fehler berichtigt. Das kommt halt davon, wenn man solche Texte vom ddp übernimmt… die wahrscheinlich einfach (nämlich ohne in den Duden zu blicken) falsch aus dem Englischen übertragen haben.
Topa?
Aufkärung tut not
Abt. für Medien
Schleim und Speichel
Leider hatte ich gestern bei Saturn keine Kamera dabei, um das Schild abzulichten, das DVD-Rohlinge im Slimecase anbot – ich habe dann keine gekauft, das war mir doch zu eklig. Und zu allem Überfluß habe ich dann heute morgen in der Bedienungsanleitung zu einem W-10 verlesen: Speichelplatz.
Die moderne Technik wird auch immer organischer. Vielleicht nimmt sie demnächst dem Kleinen Dicken Ritter auch das Sabbern ab.
Im Dickicht zwischen Tippfehler und Kalauer
Abt. für Medien
Es gibt Momente, da weiß man nicht: unterlaufen Alex Rühle wirklich und versehentlich solche Tippfehler oder kann er Anspruch auf den Titel des Kalauerkönigs am goldenen Bande erheben? Findet sich doch heute in seinem sehr lesenswerten Text zum grassierenden Familienbild auch online folgender Passus (die Hervorhebung ist von mir):
Die einschlägigen Bücher zur Demographie stehen heute im Buchladen da, wo früher die Frauenliteratur zu finden war und verdrängen in ihrem reaktionären Duktus auch inhaltlich das meiste, was Emanzipation und sonstige Aufklärung eigentlich längst für unhinterfragbar hielten. Frauen tauchen darin als „sozialer Kitt“ und Empathiemaschinen auf, Kinder nur in Form mathematischer Zombies, als „200000 ungeborene Kinder pro Jahr“ nämlich. Diese menetekelhaft wiederholte Formel erinnert in ihrem grimmigen Appellfuror an die Pfarrer, die pubertierenden Jungen das Onanieren austreiben wollen, indem sie ihnen vorrechnen, dass dabei jedes Mal 100 Millionen Spermien in einem Taschentusch verenden.
Herr Rühle, sollten Sie das so gemeint haben, dann aber Tusch! Und wenn nicht, macht nichts, ist trotzdem toll. Herzlichst verliebt, Ihr R.W.
Lern erstmal schreiben, FIFA!
Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta, Medien
Zur FIFA WM 2006™ hat die Fédération Internationale de Football Association (FIFA) FIFA-Medienrichtlinien [...] für alle Medienunternehmen (insbesondere Zeitungen), die über den Wettbewerb berichten
erlassen. Diese sind, wie die taz eindrucksvoll dokumentiert, eine lange Litanei von Einschüchterungsprosa, die der Pressefreiheit ganz schön Paroli bieten will. Kann sie ja probieren; wer sich aber an die von der FIFA festgelegten Schreibweisen für die WM hält, ist selber blöd, denn unter anderem FIFA Fussball-Weltmeisterschaft Deutschland 2006™
ist, so wiederum die taz, sowohl nach der alten wie auch der neuen Rechtschreibung falsch.
(gefunden im netbib weblog)
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