prompt

Abt. für Medien

Es gibt neues Futter für’s “Bild”-Wörterbuch des Bildblog:

prompt: Genau so abgepaßt, daß “Bild” online ein exklusives Video zeigen kann.

Prompt, berichtet bild.de, habe RTL auf die schockierende Entgleisung reagiert, die das Qualitätsmedium auch gleich an der selben Stelle zur Ansicht präsentiert: DJ Tomekk hebt den rechten Arm zum Hitlergruß und singt. Das ist allemal ziemlich blöd und vor allem natürlich ein willkommenes Skandälchen zur Sendung. Steigert womöglich die Quote.

Von “prompt” im, seien wir mal pedantisch, Wortsinne (also z.B. i.S.v. ohne Verzögerung, kurzfristig, innerhalb kurzer Zeit) kann allerdings wahrlich keine Rede sein. Denn wie bild.de zugleich schreibt, entstand das Video am Morgen der Abreise ins Camp – das muß also schon ein paar Tage her sein, denn im Fernsehen gibt’s die Dschungelshow ja bereits seit 11. Januar zu sehen.

Es fragt sich schon, wer das Video aufgenommen und wer es jetzt an die Medien gegeben hat. Es fragt sich auch, ob das Kamerateam, das im Hintergrund zu sehen ist, nichts mitbekommen hat. bild.de stellt diese Fragen nicht.

Und jetzt: Musik.

Mit ausländisch klingendem Namen

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen

Freundliches, klares und politisch positioniertes Marketing. Right On.

War Hitler wirklich Nationalsozialist?

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Man stelle sich vor, die britische Presse hätte Wind davon bekommen, dass ausgerechnet Adolf Hitler heimlich verfolgten Juden hilft. Als ich das gelesen habe, sind mir zum ersten Mal Zweifel daran gekommen, ob Hitler wirklich Nationalsozialist war.

Harald Martenstein schreibt böse Worte zum Fall Oettinger. (via)

Oettinger, Sie olles Schwabensäckel!

Abt. für A Series Of YouTubes, Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Wo ich gerade noch in anderen Dingen zu Extra3 recherchierte, stieß ich auf diesen wunderschönen Clip, in dem der Gröfaz persönlich Herrn Oettinger die Leviten liest:

(Direktführer)

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Landserrhetorik

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Unsere Leute wollen sehen, ob wir auch noch zusammenstehen, wenn uns der Wind einmal stark ins Gesicht weht.

Herr Schönbohm hat sich heute, so entnehme ich der Nachbarschaftspresse, darüber aufgeregt, daß Angela Merkel Günther Oettinger nahegelegt hatte, seine Äußerungen zurückzunehmen, die er anläßlich der Trauerfeier für Hans Filbinger ausgestoßen hatte.

Aber vielleicht anders herum: Oettinger hat sich jetzt von seinen eigenen Worten distanziert, nachdem er ein langes Wochenende lang herumlavierte und nicht widerrief, sondern sich dann für irgendwelche Dinge entschuldigte, die er gar nicht gesagt und die auch niemand verstanden hatte. Sich jetzt von dem mehrfach wiederholten, Filbinger nämlich sei ein “Gegner” der Nationalsozialisten gewesen, zu “distanzieren”, ist inhaltlich wie grammatisch Blödsinn, wie Thilo richtig schreibt.

Oettingers Distanznahme – drei Schritte zurück, und jetzt die Augen fest in eine andere Zukunft gerichtet – ist nichts als eine rhetorische Strategie, ein Versuch, die Debatte ab-, um- und wegzulenken davon, daß er sich ernsthaft dazu hinreißen ließ, Filbinger die Halo des Widerstands auf den Kopf zu setzen.

Wenn Oettinger es irgendwie ernst meint, dann muß er sich nicht distanzieren, sondern entschuldigen. Er muß erklären, wie er zu dieser doch sehr seltsamen Einschätzung gelangt ist, warum er sie aufrechterhalten hat und wie er jetzt gedenkt, sich zu seinen eigenen politischen Positionen zu verhalten.

Denn hier muß man doch suchen: Zu einer Oettinger’schen Äußerung kommt man nicht aus dem luftleeren Raum, sondern, Redenschreiber hin oder her, aus dem Kontext einer politischen (und hier zwingend auch geschichtlichen) Selbst- und Weltwahrnehmung. Da wüßten wir doch gerne etwas mehr vom obersten Regierungsvertreter eines deutschen Bundeslandes.

Nicht weniger als von Herrn Schönbohm. Für ihn, der natürlich in dieser Hinsicht weder unverdächtig noch unbelastet ist, ist Parteiräson wichtiger als demokratisches Denken. CDU marschiert gemeinsam, mag er sich denken, wir lassen keinen zurück. Nur sind wir nicht im Krieg, sondern in einem demokratischen Prozeß. Wenn Schönbohm gemeinsam mit Oettinger seine Ruhe vor Angela Merkel und diesen nervigen Nachfragen haben will, dann soll er sich doch den Ministerpräsidenten greifen und dahin gehen, wo eine ihm genehme Regierungsform installiert worden ist. Wir halten ihn sicher nicht auf.

Sein oder Nichtsein (Mel Brooks Edition)

Abt. für A Series Of YouTubes, Film

(Direktsmarty; via)

Darf der das? Der darf das, Mel Brooks darf. Sehr schön, vielleicht noch schöner ist natürlich diese Musicalszene aus The Producers – Frühling für Hitler (hier bei amazon.de bestellen), ebenfalls von Mel Brooks:

(Direktfrühling)

Anscheinend ist auch das nahezu gleichnamige, von Mel Brooks mitverantwortete Remake The Producers (hier bei amazon.de bestellen) gar nicht schlecht. Hat das schon jemand gesehen?

Nazi-Gebühren

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Wahrscheinlich würden die Menschen genausoviel Energie in die Auseinandersetzung mit Rechtsextremisten stecken, wie in das ewiggleiche, allzuoft dümmlich-ahnungslose, halbstarke Geflenne über die Rundfunkgebühr, wenn die Nazis auch nen Fünfer im Monat kosten würden.

Yep. (via)

Humor im Dritten Reich

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Vielleicht sollte man, während diese BoingBoing-Meldung um die Welt und auch durch Deutschland geht, allein schon mal der Vollständigkeit halber darauf hinweisen, daß Rudolph Herzogs Buch Heil Hitler, das Schwein ist tot! (das wohl als Abfallprodukt zum gleichnamigen Film entstanden ist) natürlich weder das erste noch – das folgt daraus unmittelbar – das einzige zum Humor im Dritten Reich ist.

Aus dem elterlichen Bücherregal ist mir immer noch Hans-Jochen Gamms Der Flüsterwitz im Dritten Reich in bester Erinnerung (im Buchhandel zwar zahlreich, aber nur noch antiquarisch zu haben), es gibt aber eine ganze Reihe von Titeln.

(Disclaimer: Ich nehme selbstverständlich an, daß Herzog viele dieser Bücher gelesen hat und auch als Quellen angibt.)

Pornoindustrie bringt Nazi-Zeitschrift zu Fall

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Naja, noch nicht; aber ein kleines bißchen möglich ist es allemal, denn Deutschsein ist anscheinend einen Tick zu geil.

(Spreeblick macht jetzt einen auf Antifa.)

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