Natürlich wird die Meinungsfreiheit das aushalten, den “Karikatur-Wettbewerb über den Holocaust”, den laut Spargel Online eine iranische Zeitung, also wohl ein Stück weit auch die iranische Regierung, plant.
“Es wird ein internationaler Karikatur-Wettbewerb über den Holocaust”, sagte Farid Mortazavi, der Grafiker der Zeitung “Hamschahri”, die von der konservativen Teheraner Stadtverwaltung herausgeben wird. Der Westen habe die “frevlerischen Mohammed-Karikaturen” mit dem Verweis auf die Meinungsfreiheit gedruckt. “Jetzt lasst uns sehen, ob sie meinen, was sie sagen, und auch die Holocaust-Karikaturen drucken”, sagte er laut einem Bericht des arabischen TV-Senders al-Dschasira.
(Merke: Treue zum Prinzip der Meinungsfreiheit am Besten durch Witze über Schwächere / Minderheiten beweisen!
– der)
Aber natürlich ist es klar, daß, auch wenn dieser Cartoon schwer vereinfachend (und berechtigte muslimische Einwände glatt ignorierend) ist (gefunden nach dem Hinweis hier), daß man hier nicht ohne Grund keinen Wettbewerb für Karikaturen über Jesus und Konsorten ausschreibt, sondern, Provokation ist alles!, über den Holocaust.
So hält man alles am Köcheln, weil pflichtschuldigst die erwünschten Reaktionen eintreten werden, anstatt daß man diesen Schwachsinn einfach ignoriert. Schließlich haben wir es hier, im Rahmen der Meinungs-, Presse- und Religionsfreiheit, mit einer Auseinandersetzung auf dem Niveau eines Sandkastenstreits zwischen zwei verzogenen Machokindern zu tun, bei dem man sich gegenseitig Förmchen und Sand an den Kopf und in die Augen wirft, unter beständigem Geschrei: “Das Auto von meinem Papa ist toller als das von deinem!” – “Aber meiner ist stärker als du!”
(Schon auffällig, daß es, den Fernsehbildern nach zu urteilen, immer und ausschließlich Männer sind, die in dieser Angelegenheit mit Brand- und Wortbomben werfen.)
Und nochmal der (via):
Jetzt den bewaffneten Protest organisieren gegen die Herabwürdigung des Pr*pheten als Bombenwerfer!
(file under: self-fulfilling prophets)