Das wird metainteressant

Abt. für Internet & Blogdings, Medien

Am Donnerstag können sich dann alle so richtig austoben: Stefan Niggemeier sitzt bei Leo Busch im Kasten und redet mit ihr übers Internet bzw. darüber ob es uns verdummt, das böse Internet, in Form von Blogs, You Tube, Second Life. Das werden ganz viele sehen, die dann darüber ins Internet schreiben (Livebloggen, anyone? Ich hab’ leider keine Zeit), wahrscheinlich wird die Sendung auch auf YouTube auftauchen, wo es dann entweder megamäßig meta zugeht wird oder halt rekursiv verdummend.

Anyway, jedenfalls ist noch unentschieden, ob “das Internet” das Fernsehen wirklich besser beschreibt als umgekehrt – was eigentlich aber nicht so schwer sein dürfte. Ceterum censeo, daß die Talksendung live in Second Life nachgespielt werden sollte, dabei von jemandem aufgezeichnet und in YouTube eingestellt wird. Und vorher und nachher gibt’s Intelligenz- und Bildungstests. Wir hier brushen jedenfalls schon einmal ein bißchen an englischen und lateinischen Phrasen herum.

(via)

Symbolfoto (Saw mill-Penis-Bunny Edition)

Abt. für Medien

Das nenne ich mal einen selbstreferntiell-eleganten Umgang mit dem Thema der leidigen Symbolfotos:

Metro.co.uk - A nice fluffy rabbit

No Paris, all the time

Beziehungsweise für eine Woche und ein bißchen mehr

Abt. für Medien

AP hat eine Woche nichts über Paris Hilton geschrieben. Das ist schon allein deshalb eine Meldung wert, weil’s anscheinend sonst niemand gemerkt hätte. (via)

ICE Florian Henckel von Donnersmarck

Leichte CMS-Dysfunktion auf berliner-zeitung.de:

Berliner Augenblick - Screenshot von berliner-zeitung.de

Wahnsinn!

(Hat aber doch Methode!)

Abt. für Medien

Bild ist auch als Fernsehen richtig scheiße! Sehen Sie selbst!

(Und wenn’s mit noch etwas mehr schlecht sein darf, beachten Sie bitte auch diesen Hinweis!)

Anne Will hat ein Konzept

Abt. für Medien

Es heißt: Alles wird gut!

Ab Herbst gilt also: Kaum habe ich meine krachend enthüllenden Fragen gestellt, hat die Politikergarde ihren Rückweg zur dringend notwendigen Ernsthaftigkeit gefunden und das Ziel nicht mal zwei Sätze später auch schon erreicht. So mache ich das! Da haben wir doch das ultimative Konzept. Leichte Übung!

Aber im Ernst: Die Frau ist wirklich wunderbar und überschätzt ihr Medium nicht.

(via)

Anne will weg

Abt. für Medien

Leider. Ich mag Anne Will ja sehr gerne (sie ist ja auch sehr gut, solange sie nicht übers Internet reden muß), vor allem möchte ich eigentlich nicht, daß sie mich mit Tom Buhrow alleinläßt.

Aber was soll’s – dann gibt’s Anne Will halt wenigstens sonntags und schon vor den Tagesthemen.

Auszeichnung als Doofes-Internet-Journalist des Jahres

Abt. für Internet & Blogdings, Medien

Herr Knüwer hat recht: Daß ausgerechnet, of all people, Henryk “Internet macht doof” M. Broder zum “Onlinejournalist des Jahres” gewählt wurde, das ist doch nur noch zum Lachen bzw. Heulen bzw. Kopfschütteln, wobei Vorsicht: der ist ja hohl.

Auf dem Weg zur Weltherrschaft

Zitat in der Frankfurter Rundschau

Das Zitat in der Frankfurter Rundschau stammt von hier. Werd ich jetzt berühmt? Hab ich jetzt ausgesorgt? Oder waren das halt meine fünfzehn Minuten? (Ach nee, wären ja schon meine zweiten …)

Aber gebauchpinselt fühlt man sich, so in der Zeitung wahrgenommen, dann doch.

Revisiting your Feindbilder

Erfahrene Killerspiel-Nutzer mögen gelangweilt sein, die Panik wird trotzdem gemacht: Wer so etwas spielt, will das auch im echten Leben irgendwann mal ausprobieren. Jaja.

(Der Autor dieser Zeilen arbeitet an einem wissenschaftliche Text zu Actionfilmen, hat schon viel gesehen, und verspürt überhaupt keinen Drang, die von ihm auch in Schriftform nachgespielten Ereignisse irgendwann in Realität umzusetzen. Schon mein fünfzehn Monate alter Sohn kann zwischen Spiel und Ernst unterscheiden. Ihr nicht? Spült doch Euer Gehirn mal durch, Menschenskinder, Panikmaschineriebetreiber.)

(via)

Ich bin doof. Weil, wegen Internet

Abt. für Internet & Blogdings, Medien

Henryk M. Broder macht sich heute im Berliner Tagesspiegel mal so richtig differenzierte Gedanken zur freien Meinungsäußerung im Internet.

Mit dem Recht, eine Meinung verbreiten zu können, verhält es sich so wie mit den meisten Rechten, die auf einer unausgesprochenen Vereinbarung beruhen: Wenn sie von allen wahrgenommen werden, schaffen sie sich selbst ab.

Ja. Das ist ja bekanntermaßen auch mit dem Wahlrecht so: Wenn alle wählen dürfen, das kann nicht funktionieren, das muß Diktatur geben. Dann doch am besten gleich eine (unter H.M.B., natürlich).

Der ansonsten so penible Herr Broder empfand es anscheinend nicht einmal als nötig, sein Vokabular durchzusehen (man meldet, schreibt er, eine “domaine” an, das WWW ist irgendwie mit dem Internet identisch, u.s.f.) und hält seine eigene Unfähigkeit, in der Kakophonie, in die sich die Meinungsfreiheit online angeblich auflöse, für Struktur und Schwerpunkte zu sorgen, für das Grundübel der Welt:

Das WWW ist auch maßgeblich für die Infantilisierung und Idiotisierung der Öffentlichkeit verantwortlich.

Herr Broder, da würden mir auch noch RTL, die Bild-Zeitung, der Spiegel und einige andere Medien als potentielle Kandidaten einfallen. Und ob die von ihnen so hochgehaltene Filter- und Auswahlfunktion der gewissermaßen “Organisierten Medien” (hat ja was von Organisierter Kriminalität) wirklich funktioniert, wage ich zu bezweifeln, erreichen mich doch immer gern und immer wieder so ahnungslos dahingerotzte Texte wie Ihrer, die dann als “Kommentar”, “Position” oder “Meinung” deklariert werden, weil sich eine Verankerung in konkreten Fakten leider nicht herstellen ließ.

Da sind mir doch ehrliche, unverfrorene Beschimpfungen in Weblogs wesentlich lieber, in denen sich niemand hinter dem Untergang des Abendlandes verschanzt.

Mein Monotheismus ist besser als Deiner!

Abt. für Gottesbilder, Medien

Ich kann nicht beurteilen, was der Spiegel, dieses 60-Jährige, wochenweise senil wirkende Ungetüm der deutschen Medienlandschaft, sich da für seine Weihnachtsausgabe zusammengefaselt hat. (Der Focus hatte in der gleichen Woche ja auch was mit Religion. Die sind doch langweilig, alle zusammen.)

Ob Alan Posener also berechtigte Kritik (oder, wie er das so nennt, “Kritik der kritischen Kritik”) übt oder doch nur die gern bemühte Keule auspackt, wenn er dem Spiegel offenen Antisemitismus vorwirft (und nicht nur er), kann und will ich gar nicht beurteilen.

Aber das ist wenigstens mal eine Diskussion, in der gleich am Anfang Godwin’s Law miterfüllt ist und deshalb einer fröhlichen Schlammschlacht bzw. Eishockeyprügelei nichts im Wege steht.

Bevor’s losgeht, meldet sich immerhin noch Jan Assmann zu Wort, der sich offensichtlich falsch dargestellt und für seltsame Argumentationen mißbraucht sieht. Er immerhin ist sachlich genug, den Begriff “Antisemitismus” vorerst nicht zu verwenden.

Wie’s weitergeht wird man wohl, da der Spiegel ja keine Korrekturen drucken kann, nur hier im Seuchenbezirk verfolgen können.

Nützes Wissen

Abt. für Medien

WeltHaben die drüben bei der Welt eigentlich heute Hirn und Herz ausgeschaltet? Nebenstehendes Detailwissen (gefunden hier; kann man das verpermalinken?) als “Wissen, das die Welt nicht braucht” zu qualifizieren, disqualifiziert. (Muß ich erklären, warum?) Anders: Wissen, das die Welt nicht braucht, ist zum Beispiel die präzise Chargennummer der Packung jenes Mittelchens, mit dem Sascha Lobo sich zuletzt die Haare auf Rot geschmiert hat (keine Ahnung). Oder warum ich heute morgen um präzise sieben Uhr achtunddreißig schon wach war (Rittersyndrom).

Das meiste andere Wissen braucht die Welt. Die Welt braucht sie wohl nicht.

Danke!

Danke, Martin Sonneborn! Danke, Titanic!

(War ja auch ein schönes Turnier.)

Seit wann beachten Journalisten die Grenze zum Voyeurismus?

Abt. für Internet & Blogdings, Medien

Muß man sich das wirklich fragen? Birand Bingül sollte sich das fragen.

Thomas Knüwer sagt’s, wie’s ist.

Vielleicht sollte ich die “Tagesthemen” nicht mehr schauen.

Ja, danke. Allerdings ist letzten Endes ja doch das Internet an allem schuld, diese Seuche, diese Ansammlung von Röhren.

Das Nicht-Mediale erledigt René.

Schädel-Schande auch bei Spiegel Online!

Abt. für Medien

Zustände wie in Afghanistan – Redaktion kennt keine Zurückhaltung beim Zeugsvorzeigen – Personelle Konsequenzen gefordert

Schaedelschande

Okay, Spiegel Online,

Unterschichten-Käppi

Leser-Reporter bei der Zeit

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta, Medien

Auch bei der Zeit will man sich die Vorzüge des “Leser-Reportierens” (und -Apportierens, brav, Hündchen, brav!) nicht länger entgehen lassen. Natürlich (natürlich!) bestimmt nicht so Ethik-ist-uns-egal-artig wie die Bild-”Zeitung”, und gewißlich auch sonst nicht unter Ausschaltung ethischer und sonstwelcher journalistischer Grundsätze, die BloggerInnen etc. ja unter Umständen noch eher haben als “Profis”.

Aber doch im Sinne einer kapitalistischen Abschöpfung freifliegenden kreativen Potentials für die eigene Marke. Zum Beispiel indem man für das ab 18. Oktober “am Kiosk” zu findende “ZEIT Campus, das neue Studentenmagazin” schreibt, als “Campus-Reporter” im “ehrenamtlichen Reporter-Netz”:

Sie schreiben gern und teilen sich Ihren Mitmenschen gerne mit? Dann seien Sie dabei, wenn die ZEIT Campus-Reporter starten! Verfassen Sie für uns kurze Berichte, Analysen und Kritiken aus Ihrer Region. Helfen Sie mit, unser ehrenamtliches Reporter-Netz zu knüpfen.

Helfen Sie uns mit, Geld zu verdienen! Lohn für Arbeit braucht doch keiner! Hurra Ausbeutungsmedienmaschine, hurra!

Pornoindustrie bringt Nazi-Zeitschrift zu Fall

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Naja, noch nicht; aber ein kleines bißchen möglich ist es allemal, denn Deutschsein ist anscheinend einen Tick zu geil.

(Spreeblick macht jetzt einen auf Antifa.)

Suche

Werbung

Neue Trackbacks

Kapitalismus

Meine anderen Baustellen

Kapitalismus 2.0

Mousepad

Technicalities