Auf Empfehlung der Titanic erwarb ich vor einigen Wochen Sebastian Schultz’ im Hütten-Verlag erschienenen “Romans” Buchstabensuppe.
Rocko Schamoni schrieb der Titanic zur Empfehlung:
Ich habe mich während der ersten Seiten ziemlich gequält, habe durchgehalten, weil ich ja wußte, daß ich belohnt werden würde – und schon auf Seite 7 den ganzen Einsatz zurückgezahlt bekommen.
In der Tat. Was als nicht besonders einfallsreicher und vor allem gruselig gesetzter hardboiled Krimi anfängt, schlägt nach wenigen Seiten schlagartig um. Auf welche Weise, soll hier zwar nicht verraten werden, auch die Netzeitung versagte sich dies, aber es sei doch an die sich anschließenden Worte Schamonis erinnert:
Die folgenden 180 Seiten sind ein Traum. Ich brauche im Leben nichts anderes mehr als diese 180 Seiten. Eine derartige Frechheit ist mir selten begegnet.
Und wenn ich auch, anders als andere, nicht der Meinung bin, mein Geld unbedingt zurückhaben zu müssen, so kann ich doch nur beipflichten: eine Frechheit. Oder präziser: das ist die neun Euro neunundsiebzig wirklich nicht wert, so originell ist das beileibe nicht.
(Aber als Geschenk ist’s nicht ganz so schlecht: Kaufen, die ersten zehn Seiten lesen (und sich dringend an Schamonis Leseempfehlung halten!) und dann verschenken. Wenn dann eines Tages die Nachfrage, ob das Buch denn auch gelesen wurde, bejaht wird, weiß man mit Sicherheit sofort, ob das Gegenüber lügt. Versprochen.)