Virtuelles Stalking?

Abt. für Internet & Blogdings, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Die Zelfi AG macht irgendwie online Geschäfte und betreibt Pseudoblogs im Standarddesign, die “Freizeit verbringen” heißen oder “Handy Blog”, und nicht eben Horte aktueller Einträge sind. Das sind dann die Homepages von Pseudopersonen, die bei Twitter einen Account haben und “Karl Beltzner” oder “Sascha Heinz” haben – und allesamt vor sieben Monaten einen einzelnen Twitter-Eintrag gemacht haben. Seit heute folgen die beide meinen Twitter-Einträgen, und das ist natürlich ihr gutes Recht.

Aber es geht mir auf den Sack. Lassen Sie das gefälligst.

Jetzt prostituiere ich mich schon für Adventskalender

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Weil ich vielleicht, in dem ich diesen Adventskalender verlinke, hier noch was gewinnen kann. Schamlos.

Billiger als geschenkt

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Pressekonditionen

Schon Wahnsinn, was sich die Unternehmen an Sonderkonditionen einfallen lassen, um bei JournalistInnen gut anzukommen …

iKapitalismus

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Dem Vernehmen nach reicht die Telekom rund ein Drittel der mit dem iPhone erwirtschafteten Umsätze an Apple weiter.

Wow. Ein Drittel der Umsätze.

Mit ausländisch klingendem Namen

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

In der Hoffung, daß Sie eine zu Ihnen passende Unterkunft finden und uns Ihr Besuch erspart bleibt verbleiben wir

mit freundlichen Grüssen

Freundliches, klares und politisch positioniertes Marketing. Right On.

Zwischenhändler “ausgeschaltet”

Essen gehen in Zeiten von Hartz IV

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Oder vielleicht doch nur ein Restaurant für Menschen ohne eigenen Ofen?

Original Wagner Steinofen Pizza

(Gesehen vor einem Lokal an der Kante zwischen Neukölln und Kreuzberg, hier umme Ecke.)

Fünfzehn

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Hübsch: Der groß bepriesene und beworbene “MediaMarkt” im neuen “Alexa” am Alex (Supername, das!) wird zur Eröffnung gestürmt, und selbst eine Polizei-Hundertschaft kann fünfzehn Verletzte nicht verhindern.

Dabei ist das ganze Ding so häßlich und peinlich wie seine Homepage auch.

Addendum: Videos, Links und Bilder gibt’s im Hauptstadtblog und den dortigen Kommentaren.

Kollateralschäden der Rationalisierung

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Heute hörten wir von einem befreundeten Journalisten, dessen Namen wir nicht nennen sollen, daß laufend Unfälle passieren: Leute, die vor einfahrende Züge gestoßen werden oder selbst springen, Unfälle mit Jugendlichen, die Türen in der eben geschilderten Manier aufreißen und so weiter. Die BVG will nicht, daß darüber in der Presse berichtet wird, angeblich um Nachfolgetäter nicht zu animieren. Wir vermuten, daß es noch andere Gründe für diese Zurückhaltung gibt: Seit das Personal abgeschafft wurde, welches früher die Fahrt freigab, haben sich die Unfälle sprunghaft vermehrt. Denn der Fahrer kann die Vorfälle am Zug natürlich nicht sehen. Die Rationalisierung fordert ihren Preis.

Schreiben Jörg Schröder und Barbara Kalender in ihrem taz-Blog (via).

Qualitätsklatschjournalismus

(Es wird diese Woche, scheint’s, Milla-Woche. Na, sei’s drum.)

Liebe Nina Rehfeld@Spiegel Online und gesamte Redaktion,

es ist ja nett, daß Sie die Schauspielerin Milla Jovovich zur ihrer Tätigkeit als Modedesignerin interviewen, auch wenn mir ein wenig der aktuelle Anlaß dazu fehlt, ach doch: Sie schreiben ja, Frau Jovovich habe mit ihrer Kollegin Carmen Hawk “vor kurzem” das Modelabel Jovovich-Hawk gegründet, das, so wird’s im Infokasten etwas präziser, “seit diesem Jahr” betrieben wird.

Aha. Warum wußte ich dann mindestens schon im vergangenen Jahr von diesem Label? Und warum lügt die Website des Labels einen vom Storch herum, mit blabla “Jovovich-Hawk was established by Milla Jovovich and Carmen Hawk in LA in 2003″ blabla?

Ach, die lügen gar nicht? Nur Sie wollten das vorher nicht so genau wissen? Na dann.

PS: Hübsch ist übrigens auch die Formulierung im Infokasten, in der Resident Evil: Extinction gleich flachweg von “kruden Action-Produktionen” abgesetzt wird: Das ist ambitionierte Filmkritik.

Nach einigen eher kruden Action-Produktionen (“Ultraviolet”, “.45″) ist Jovovich im Herbst auch wieder als Alice in “Resident Evil: Extinction” zu sehen.

Definiere: Nebentätigkeit

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Doch, gelegentlich fragt man sich schon, wie z.B. Herr Merz oder Herr Westerwelle noch Zeit für ihr Bundestagsmandat finden. Trotz aller Probleme mit den Daten auf der Liste.

“They’re not called Don’t-Nuts”

Abt. für Film, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Es gibt Momente, in denen – professionelles Kritikertum hin oder her – ich dann doch wünschte, ganz Fan sein zu dürfen. Und in den USA zu leben. (via)

Hinter den blauen Bergen wohnen wir

Abt. für Medien

Welt Online: Tagesschaublau

Ist Rot das neue Blau? Wie war das zu Zeiten des Schwarz-Weiß-Fernsehens?

Derlei fragt sich Welt Online, während wir uns fragen, ob eigentlich damals vielleicht doch der Fernseher nicht kaputt, sondern nur der Nachrichtensprecher hinter dem grauen Hintergrund schon nicht mehr zu sehen war. Ist Blau eigentlich stellenweise durchsichtig?

P.S.: Daß aber Henriette von Hoessle mit den Worten zitiert wird

Grundsätzlich gilt: Je mehr sich eine Sendung dem Boulevard nähert, umso mehr wird die Farbe Rot verwendet

das macht mir doch Sorgen für diese Seite hier. Bin ich Boulevard? Sollte man demnächst vielleicht alles in Blau umtönen. Vielleicht zahlt AOL ja dafür?

Dieser Eintrag tut mir jetzt schon leid

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Intelligent wird er sicher nicht. Denn während man sich sinnvoll darüber beschweren und verwundern kann, daß der deutsche Zoo und Safaripark “Serengeti Park” per Postwurfsendung Freikarten verteilt, die nur für Menschen gelten, die mit dem eigenen PKW in den Park hineinfahren und also nicht die parkeigenen Busse nutzen (was übrigens ein bißchen extra kostet, aber nur einen Euro mehr als die parkeigene Parkgebühr), so ist es einfach unter der Gürtellinie und meinem Niveau, sich darüber zu amüsieren, daß sich der Park in 29693 Hodenhagen niedergelassen hat.

*wegduck*

Nicht permanent beta

dooyoo? Maybe not

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NB: This is paid content. Für diesen Eintrag erhalte ich ein Honorar. Auf den Inhalt hat das Unternehmen keinen Einfluß genommen oder bekommen.

Warentest-Communities sind, wie alle Plattformen, die auf User Generated Content bzw. dem Prinzip AAL basieren, natürlich chronisch davon abhängig, welchen Content welche User so generieren und zurücklassen. dooyoo.de kann, mit (nach eigenen Zahlen vom Juni 2006) 3 Millionen angemeldeten Mitgliedern, zumindest behaupten, mit dem Pfund Masse wuchern zu können: bei so vielen Leuten muß doch einfach nahezu alles schon einmal irgendwie bewertet worden sein!

Denn dooyoo ist, so heißt es dort, vor allem eine dynamische Internet-Plattform, die es Konsumenten ermöglicht bessere Kaufentscheidungen zu treffen. Dazu verbinden sich User-Bewertungen (und Bewertungen der Bewertungen), wie man sie für Bücher etwa auch von amazon.de kennt – “Bewerten Sie diesen Testbericht”! – mit externen Testberichten und vor allem einem ubiquitär und immer prominent herausleuchtenden Preisvergleichstool, stets mit direkten Links zu den jeweiligen Handelsportalen.
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Zeitgenössischer Totentanz

oder: noch ein Grund, warum man Werbung kennzeichnen sollte

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Das Stuttgarter Wochenblatt bringt Sprechfunkgeräte zum Tanzen:

Totentanz mit Werbung

Schon blöd, wenn eine Werbung so platziert ist, daß sie glatt als Symbolbild für den Artikel durchgehen möchte. Sehr zeitgenössisch ist das jedenfalls allemal.

Und jetzt: Musik!

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Ich bin immer wieder erschrocken, zu was für einem widerlichen Haufen sich die Musikindustrie in den letzten zehn bis fünfzehn Jahren entwickelt hat. Und zu welchen Mitteln die Urheberrechtsmafia greift. Und ich warte auf den ersten, wirklich großen Künstler, der sich von der Industrie mit einem lauten Knall verabschiedet oder mal in einem Interview sagt, dass er von der Politik in seinem Laden auch nichts hält.

Ja, ja, ja.

Foreshadowing

What’s this body thing, and what do I do with the dangly bits?

Second Life war gestern. Heute sind wir wieder for real

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Fornicate using your actual genitals.

Get a first life.

Buy some T-Shirts there, while you’re at it, and don’t forget to fornicate.

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