Ich bin eher skeptisch, was das Konzept der “Weisheit der Masse” angeht. Aber dann und wann bringt das Internet eine Bewegung hervor, und sei es nur für kurze Zeit, die ohne es nicht möglich gewesen wäre, und die großartige Dinge erreicht. Wer am Ende dieses Ask-Metafilter-Threads nicht auch Tränen in den Augen hat, der/dem kann nicht geholfen werden. (via)
Eine Mefite fragt darin um Hilfe, weil er vermutet, daß zwei russische Freundinnen, frisch in den USA angekommen, kurz davor stehen, in die Hände von Menschenhändlern zu fallen. Der sich entspannende Austausch liest sich wie ein aufregender Krimi.
(Ja. Und die eingeblendeten Google-Ads sind eher unpassend.)
BEMÜHUNG ZU VERWENDET IHM FÜR DIE KINDER DES GOTTES
Mrs.susan Fernando. Ich bin die oben genannte Person von Philippinen.
Ich werde
zum Dr. SAZON geheiratet FERNANDO, der mit Philippinen-Botschaft in der
Elfenbeinküste für neun Jahre arbeitete bevor er im Jahr 2005.We wurde
geheiratet für elf Jahre ohne a starb Kind. Er starb nach einer kurzen
Krankheit, die für nur vier Tage dauerte. Vorher sein Tod waren wir beide
getragenen wieder Christians.Since sein Tod, den ich nicht entschied
zu re-marry
oder ein Kind außerhalb meines ehelichen Hauses erhalten, die die Bibel ist
gegen. Als mein später Ehemann lebendig war, legte er die Summe von 18Million
nieder Dollar (achtzehn Million vereinigter Zustand-Dollar) mit einer
Finanzierung/Sicherheit Firma in den Amsterderm-Niederlanden. Momentan ist
dieses Geld noch mit Sicherheitsgesellschaft. Vor kurzem erklärte mein Doktor
mir, dass dass ich nicht wurde, dauern Sie für folgende drei Monate wegen des
Krebsproblems. Obwohl, was mich stört, am meisten mein ist
Anschlagkrankheit. ,
meinen Zustand kennend, entschied mich ich, diese Kapital zu zu spenden Kirche
oder verbessern noch eine christliche Einzelperson, die dieses Geld verwendet
die Weise werde ich hier innen anweisen. Ich wünsche eine Kirche, die dieses
verwendet Kapital, zum der Kirchewaisenhäuser und -witwen zu finanzieren, die
Wort Gottes verbreiten und zu garantieren, dass das Haus des Gottes
beibehalten
wird. Die Bibel bildete uns zu verstehen Sie, segnete dass das, ist die Hand,
die giveth. Ich traf diese Entscheidung weil I don’ t haben jedes mögliches
Kind, das dieses Geld übernimmt und meine Ehemannverwandten nicht
Christen und I
don’ sind; t wünschen mein husband’ von den Skeptikern fehl angewendet
zu werden
s-schwer verdientes Geld. I don’ t wünschen eine Situation, in der dieses Geld
in einer ungodly Weise benutzt wird. Folglich der Grund für das Nehmen dieses
fett Entscheidung. Ich habe nicht vor Tod Angst, folglich, das ich weiß, wohin
ich gehe. Ich weiß dass ich im Busen des Lords sein werde. Exodus 14 GEGEN 14
sagt den der Lord kämpft meinen Fall und ich halte meinen Frieden. I don’
t-Notwendigkeit irgendwie telefonieren Sie Kommunikation in dieser Hinsicht
wegen meiner Gesundheit und wegen das Vorhandensein meines husband’
s-Verwandte
um mich immer. I don’ t wünschen sie in dieser Entwicklung auskennen. Mit Gott
sind alle Sachen möglich. Sobald Ich empfange Ihre Antwort, die ich Ihnen den
Kontakt der Finanzierung/der Sicherheit gebe Firma in den
Amsterderm-Niederlanden. Ich gebe Sie auch ein Buchstabe von heraus
Berechtigung, die Sie als das ursprüngliche Begünstigte von diesem prüft,
finanziert. I wünschen Sie Sie und die Kirche für mich immer beten, weil der
Lord mein ist shephard. Mein Glück ist, dass ich ein Leben eines angemessenen
Christen lebte. Wer auch immer das möchte den Lord dienen muss ihn im
Geist und
in der Wahrheit dienen. Bitte seien Sie immer ganz durch Ihr Leben prayerful.
Jede mögliche Verzögerung in Ihrer Antwort gibt ich Raum im Auftreten für eine
Kirche oder eine christliche Einzelperson für dieses selbe Zweck.
Versichern Sie
mir bitte, dass Sie dementsprechend fungieren, wie ich hierin erklärte. Hoffen
zum Hören von Ihnen. Ich habe 20% für Sie und während Ihrer Zeit beiseite
gesetzt und 10% für irgendein enpense, wenn es irgendwelche gibt.
Bleiben Sie im
Namen gesegnet Lord. Ihr in Christ Anmerkung: Antwort-eMail zu
(susanfernando12@aim.com)
Ein Gesamtbild zur re:publica 2010 kann ich nicht schreiben und mag ich mir nicht machen; dafür habe ich von den Panels und Diskussionen schlichtweg zu wenig gesehen. Glücklich und übervoll bin ich trotzdem abgefahren, weil ich viele tolle Menschen wiedergesehen und vor allem: sehr viele zum ersten Mal persönlich getroffen habe, von denen ich tagtäglich kluge Dinge lese.
Eine Diskussion außerhalb des Themenbereichs Gender (zu dem bei Gelegenheit im Genderblog noch mehr) hat mich allerdings doch ziemlich aufgeregt, nicht nur und unbedingt negativ, nämlich “Kann denn Freiheit grenzenlos sein?” zwischen @plomlompom (Christian Heller) und @baranek (Dirk Baranek), von @mspro (Michael Seemann).
Die Diskussion (die ich leider nicht bis zum Ende verfolgen konnte) ist inzwischen, für diejenigen, die gar nicht da sein konnten, als Video verfügbar:
Daß das Publikum in seiner großen Gänze nicht eben mit den als „sozialdemokratisch“ apostrophierten Vorstellungen @baraneks konform ging, war ja nun so zu erwarten gewesen, und er selbst dürfte bereits vorher davon ausgegangen sein, daß er eher als Advocatus diaboli diente denn als tatsächlicher Diskussionspartner, dessen Positionen man ernst nimmt und wenigstens zu prüfen bereit sei.
Irritiert war ich aber doch, daß @plomlompom so wenig Widerspruch fand. Denn an seinen Vorstellungen fand ich einiges kritik- und diskussionswürdig, wenn nicht gar, in einzelnen Fällen, völlig untragbar. Ich habe während der Veranstaltung keine Notizen gemacht (und habe jetzt weder Zeit noch Lust, mir die Diskussion noch einmal anzusehen), deswegen mögen einzelne meiner Darstellungen im folgenden nicht ganz präzise sein, dann bitte ich um Korrektur.
@plomlompom selbst hat die in der Allgemeinen Erklärung der Menschenrechte sich spiegelnden Werte und Normen als die durchaus historisch spezifischen erkannt und benannt, die sie sind. Allerdings gaben weder er noch seine Befürworter_innen in der Diskussion irgendwie zu erkennen, daß sie ein ähnliches Bewußtsein von historischer Verfaßtheit auch für den Freiheitsbegriff besitzen, der für das Internet und ihr dortiges Umtun in Anspruch genommen wurde. Dieser ist aber nicht weniger konstruiert und letzten Endes arbiträr.
Die Freiheit, von der dabei die Rede ist, ist auch eine sozial spezifische; die Möglichkeit, diese Freiheit in Anspruch zu nehmen, ist ebenso wie die Möglichkeit, darüber überhaupt zu diskutieren, nicht universal. Eine Reflexion über diesen historischen „Ort“, an dem und von dem aus gesprochen wird, gab es in dem Gespräch nicht. Man müßte da, um platt und undifferenziert den Rahmen zu benennen, mal von Klasse, Geschlecht, Ethnie, Bildung, Gesellschaftsordnung und all diesen Dingen sprechen – von Politik also in einem sehr weiten Sinne. Vor allem aber kann man sich allein dahinter, daß Rechte und Vorstellungen auch der Gegenwart historisch verortet sind, nicht vor einer Entscheidung verstecken: Nämlich derjenigen, welche Rechte, Vorstellungen, Voraussetzungen man selbst für unabdingbar hält. Natürlich ist man selbst da – Foucault läßt nicht zum letzten Mal grüßen – Kind seiner Zeit, aber auf welcher Basis sollten wir sonst argumentieren, diskutieren und zu Entscheidungen kommen? Das große Anything Goes scheint mir keine praktikable, lebenswerte Lösung zu sein.
Die in den Menschenrechten ausgedrückten Positionen sind natürlich historisch, und sie sind auch aus einem eher bürgerlichen Verständnis von Freiheit etc. abgeleitet; gleichwohl würde ich argumentieren, daß sie Voraussetzung dafür sind, daß man von Freiheit in Bezug auf das Internet überhaupt sprechen kann; denn so groß oder klein die Möglichkeiten und Freiheiten „dort“ auch sein mögen, wenn Menschen nicht die konkrete Möglichkeit haben, daran überhaupt teilzuhaben (was ermöglicht werden kann durch Wohlstand (also ausreichend Nahrung und solcherlei Dinge), Bildung, politische Partizipationsrechte etc., dann ist die Freiheit „im“ Internet nichtig, weil sie allenfalls den Blick darauf versperrt, welche Unfreiheiten sich in seiner strukturellen Verfaßtheit innerhalb der realen Welt „dahinter“ noch verbergen.
Ich möchte ganz viele Anführungszeichen setzen, weil ich die Rede vom Internet als „Ort“ außerhalb der physischen Welt nichts halte. Nicht mal unbedingt, weil das konkret falsch ist (Server, Datenbanken etc. sind konkrete physische Entitäten, deren Existenz und Nicht-Antastbarkeit auf ganz gewöhnlichen bürgerlichen Freiheiten beruht und viel mit ihrem Aufenthaltsort in einer geographisch-politischen Welt zu tun hat), sondern weil, selbst wenn man (was m.E. falsch ist) „reale“ und „virtuelle“ Welt klar zu trennen vermöchte, vielfältige Rückkopplungen und Wechselbeziehungen zwischen beiden Welten auftreten. Das Internet ist kein eigener Ort, weil es zwar vielleicht theoretisch frei flottierend, aber ebenso möglicherweise dann doch überall bei uns ist.
Das Gerede davon, daß alles im Internet „einfach nur Text“ ist, mag zwar auf eine bestimmte Art und Weise begründbar sein, tut aber im Gestus der geführten Diskussion so, als sei Text etwas außerhalb der Welt ohne soziale Folgen, ohne Bezug auf Leben und Menschen. Das ist eine gewissermaßen bastardisierte Variante des poststrukturalistischen Blicks (der in seinem Kern zunächst einmal ein Mittel der Analyse ist, nicht ein Versuch tatsächlicher Weltbeschreibung) auf die Welt als Text, die übersieht, daß Text nie außerhalb von Welt zu denken ist, und immer konkrete soziale, gar physische Effekte hat, die nie aufs rein Textuelle zu reduzieren sind.
Und genau deshalb ist es Unsinn zu sagen, man solle halt lernen, Beleidigungen im Netz etwa einfach zu ignorieren. Für mich ergab sich da sofort eine Rückkopplung mit den Themen des Sexismus-Panels (weniger mit der Diskussion über die Trolle im angeschlossenen Chat: Da liegt die Sache etwas anders): Denn die Beleidigungen ignorieren Dich nicht. Es gibt konkrete Formen von „Text“ im Netz, die auch dann Rückkopplungen haben, wenn man sie ignoriert, von ihnen nichts weiß und nichts wissen will. Schließlich machen wir uns alle gern über Firmen lustig, die Shitstorms im Netz nicht kapieren oder nicht einmal mitkriegen, und dann vor einem PR-Desaster stehen, das gerne mal konkrete wissenschaftliche Folgen haben kann. Und andere Leute könnten sich z.B. bemüßigt fühlen, virtuellen Text in Realität umzusetzen, wenn sie etwa (zugegeben, ein extremes Beispiel) mit physischen Wohnanschriften versehene Morddrohungen oder -aufrufe in die Tat umsetzen.
Wir weißen, wohlhabenden, spezialisierten Mittelschichtsmänner und Geistesarbeiter (und die führten ja die Diskussion) würden uns sehr umsehen, wenn sich der Staat in der physischen Welt nicht mehr um unsere Bedürfnisse und Sicherheiten kümmerte, nicht mehr ordnend dem Miteinander Form gäbe – selbst wenn wir mit vielen einzelnen Ausgestaltungen nicht zufrieden sind. (Und ich sage nicht, daß das nicht besser gemacht werden könnte, und ich glaube auch nicht, daß Demokratie per „Konsens“ funktioniert, wie die Sozialdemokraten in der Diskussion in lexikalischer Ungenauigkeit behaupteten.) Es ist aber dann zwingend, daß der Staat sich dann auch nicht aus dem Internet heraushalten kann. „Hier“ wie „dort“ ist es seine Aufgabe, die (physisch/online) Schwächeren vor der Machtausübung durch Stärkere in Schutz zu nehmen. Wie weit er dabei gehen kann, darf und soll, das muß in der Tat ausgehandelt werden, und die Freiheitsrechte, die wir brauchen, müssen wir mit Händen, Füßen, Zähnen und Klauen verteidigen. Aber das nennt man Demokratie, Meinungsfreiheit und politische Auseinandersetzung.
Natürlich hat die Petition Keine Indizierung und Sperrung von Internetseiten ein Imageproblem. Denn oberflächlich wendet sie sich gegen eine Initiative, die u.a. von Familienministerin von der Leyen gestartet wurde, um den Zugriff auf Internetseiten zu sperren, die Kinderpornographie anbieten. Dagegen kann man ja eigentlich nicht sein.
Ist ja auch niemand. Man darf aber bestreiten, ob die “Stoppschilder im Internet” das erwünschte Ziel wirklich erreichen, oder ob sie nicht reiner Aktionismus sind, die nur den Blick auf Verbrechen zustellen, aber weder die Täter verfolgen noch die Kinder schützen – geschweige denn daß sie, was ja konsequent wäre, zum Abschalten der fraglichen Seiten führten.
Ich muß das hier nicht mehr ausführlich auseinanderdividieren. Die Argumente sind bereits mehrfach und ausführlich dargelegt worden; wer will kann sie bei heise.de (vor allem zum technischen Hintergrund; aus der c’t 9/2009) und bei Don Dahlmann (vor allem zu den politischen Argumenten) nachlesen.
Prinzipiell hält es der [IT-Branchenverband] Bitkom nach wie vor für dringend geboten, die im Raum stehenden Web-Blockaden über ein Spezialgesetz zu realisieren. Damit könne deren “Ausnahmecharakter” unterstrichen und deutlich gemacht werden, dass es sich wirklich um eine abschließende Regelung ohne die vielfach geforderten Möglichkeiten für Ausweitungen etwa auf Seiten mit illegalen Glücksspielen oder rechtswidrig angebotenen urheberrechtlich geschützten Werken. Die gewählte Verankerung im Telemediengesetz (TMG) führe dagegen zu Systembrüchen und lasse aufgrund dessen “Querschnittscharakter” befürchten, “dass das Instrument künftig für weitere Inhaltskategorien fruchtbar gemacht werden soll”.
Ein Bruch des Urheberrechts ist, das sollte man vielleicht doch noch einmal vorsichtig anmerken, im Verhältnis zur Erstellung und Verbreitung von Kinderpornografie eine eher triviale Straftat, bei der letztlich vor allem finanzieller Schaden entsteht, aber keine Menschen direkt zu Schaden kommen. Auf jene Straftat mit der gleichen Keule zuzuschlagen wie auf diese, ist schon ziemlich übertrieben.
Denn um eine Keule handelt es sich: Die eingangs erwähnte Petition richtet sich ja gerade dagegen, daß die “Sperrliste” vom Bundeskriminalamt erstellt wird, geheim bleibt und durch keine richterliche Instanz (geschweige denn eine kritische Öffentlichkeit) geprüft werden kann oder darf. Lorenz Maroldt kommentiert das im revolutionärer Umtriebe wohl unverdächtigen Tagesspiegel mit den Worten:
Eine ungeheure Aussicht: staatliche Behörden, die unkontrolliert zensieren.
Die geplante Sperrliste rührt an den Grundfesten unserer Verfassung, am Rechtsstaat, an der Gewaltenteilung: wenn das Ansurfen einer gesperrten Seite auch noch zur Umkehrung der Unschuldsvermutung führt, dann wird der Ankläger, der den Straftatbestand selbst geschaffen hat, also eine Seite auf die Sperrliste gesetzt hat, gleich noch zum Richter, der zumindest eine Vorverurteilung beschließt.
Man kann das auch Polizeistaat nennen.
Was mich nun an den Reaktionen der KoalitionspolitikerInnen aufregt, ist die Blasiertheit, mit der sie die Argumente der GegnerInnen ihrer Initiative “gegen Kinderpornographie” nicht einmal zur Kenntnis nehmen. Man nehme nur Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg, noch immer ziemlich frisch gebackener Wirtschaftsminister, der vorgestern in der Tagesschau zu Wort kam (via):
Es macht mich schon sehr betroffen, wenn pauschal der Eindruck entstehen sollte, dass es Menschen gibt, die sich gegen die Sperrung von kinderpornographischen Inhalten sträuben. Das ist nun wirklich einer der wichtigsten Vorhaben in vielerlei Hinsicht.
(Man muß die Worte schon ein wenig auf Zunge und Großhirnrinde bewegen, um das zu verstehen: Es macht ihn betroffen, wenn der Eindruck entstehen sollte? Warum verstärkt er ihn dann? – Abgesehen davon, daß er, was nun wirklich an Beleidigung grenzt, insinuiert, die UnterzeichnerInnen der Petition wollten den Zugang zu Kinderpornografie nicht erschweren.)
Viel häufiger aber als solche sprachlichen und inhaltlichen Blasen werden nun moralische Bekenntnisse abgegeben, die Gegner der Sperrung als Gegner der Zivilisation brandmarken wollen oder sich darüber empören, man müsse ja die Kinder schützen!
Aber mal ganz im Ernst: Wenn sich die PolitikerInnen der Koalition zu schade sind, sich mit den Argumenten der Gegenseite zu beschäftigen, und nur mit emotionalen bis verleumderischen Appellen und Verallgemeinerungen reagieren, dann brauchen wir diese unsere RepräsentantInnen nicht. Da kann ich mich, um’s mal polemisch zu sagen, auch von jenen regieren lassen, die sich emotional von der Bild-Zeitung fernsteuern lassen.
PolitikerInnen, die Argumente nicht zur Kenntnis nehmen und nur von Emotionen reden, machen genau den Job nicht, für den sie gewählt und von uns bezahlt werden: Sich gründlich und ernsthaft mit Themen auseinanderzusetzen und nach bestem Wissen und Gewissen zu wichtigen Fragen Entscheidungen zu treffen, die mit einer rechtsstaatlichen, freiheitlichen Demokratie in Einklang zu bringen sind.
(Auch noch bei Netzpolitik: Ein Hintergrundtext zur Frage, inwieweit die Netzsperren ein probates Mittel seien, um gegen Kinderpornografie vorzugehen.)
heute ganz viele Leute über das neue Blog und das neue Buch von Sascha Lobo und Kathrin Passig bloggen? Ist ja auch besser, als gar nichts auf die Reihe zu kriegen.
hab vielen Dank für Dein postnatales Informationspäckchen, das heute angekommen ist – auch wenn wir die meisten Sachen schon allein deshalb nicht brauchen, weil wir das alles schon wissen. Aber das ist nicht so wichtig, die Geste zählt, das orangefarbene Lätzchen war schon für’s erste Kind super, und vieles weiß man ja auch nicht mehr so genau.
Wobei der Impfkalender von 2004, wie wir schon wissen, wirklich ein wenig veraltet ist. Vielleicht möchtet Ihr da nachbessern.
Genauso wie bei dem tollen Gutschein eines Onlinespielzeughändlers, den Ihr beigelegt habt, und den wir bestimmt nicht auch eingelöst hätten. Wenn wir noch die Gelegenheit dazu bekommen hätten. War aber zeitlich nicht zu machen:
Netter Versuch. Das nächste Mal schickt Ihr Euer angestaubtes Papier doch bitte ins Altpapier, ja?
My god, is there anything as intrinsically bloggy as a long and tedious post explaining why you haven’t been blogging? Someone should start a blog that consists solely of daily, long-winded, and humorous entries purporting to explain why it hasn’t been updated. Free idea. Yours for the taking.
Mach ich jetzt nicht. Aber ja, auch meine Blogfrequenz steht in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Fülle meines sonstigen Lebens (bzw. in direkt proportionalem zum Ausmaß meiner Prokrastrination – die abnimmt, je mehr wirklich zu erledigen ist, rasch). Hatte auf der re:publica das eine und andere Gespräch, das darauf hindeutete, hier habe man es mit einem nicht-singulären Phänomen zu tun. Ist Bloggen also nur das kreativere Abhängen? Von produktiv muß man ja noch gar nicht sprechen.
Peter fragt nach meiner Akismet-Spam-Statistik. Damit kann ich leider, wie die Denkfabrik, nicht dienen: Hier schnurrt SK2 und beschert mir Probleme mit meiner Datenbank. Vielleicht stelle ich demnächst mal um. Heute waren es jedenfalls 184 Spamkommentare, das ist ein nicht ungewöhnlicher Wert.
Die Zelfi AG macht irgendwie online Geschäfte und betreibt Pseudoblogs im Standarddesign, die “Freizeit verbringen” heißen oder “Handy Blog”, und nicht eben Horte aktueller Einträge sind. Das sind dann die Homepages von Pseudopersonen, die bei Twitter einen Account haben und “Karl Beltzner” oder “Sascha Heinz” haben – und allesamt vor sieben Monaten einen einzelnen Twitter-Eintrag gemacht haben. Seit heute folgen die beide meinen Twitter-Einträgen, und das ist natürlich ihr gutes Recht.
Aber es geht mir auf den Sack. Lassen Sie das gefälligst.
I’ve been struck, yet again, by what a difference the Internet makes. Used to be, if you were on a conference call and you threw out a name or a film title that somebody didn’t recognize, you had to stop and fill them in. Now, though, often the only clue that someone’s unfamiliar with a reference is the faint flurry of keystrokes as they access IMDB.
Liebe internetaffine Gemeinde, hier ist mal ein kleines Rätselchen zum Knacken.
Das Weblog “Duftender Doppelpunkt” verlinkt aufs Genderblog, was grundsätzlich sehr nett ist, allein: Man gelangt von A nicht nach B. Probiert’s aus, der Link befindet sich in der rechten Spalte etwa auf 1/3 Höhe im Abschnitt “Feminismus / Gender” – und wenn man auf Genderblog klickt, lädt er zwar ein bißchen herum, geht aber dann auf die Ursprungsseite beim Doppelpunkt zurück.
Hat jemand eine Idee? In der .htaccess wird die Seite als Referrer jedenfalls nicht abgewiesen.
Schon blöd, wenn eine Werbung so platziert ist, daß sie glatt als Symbolbild für den Artikel durchgehen möchte. Sehr zeitgenössisch ist das jedenfalls allemal.
Am Donnerstag können sich dann alle so richtig austoben: Stefan Niggemeier sitzt bei Leo Busch im Kasten und redet mit ihr übers Internet bzw. darüber ob es uns verdummt, das böse Internet, in Form von Blogs, You Tube, Second Life. Das werden ganz viele sehen, die dann darüber ins Internet schreiben (Livebloggen, anyone? Ich hab’ leider keine Zeit), wahrscheinlich wird die Sendung auch auf YouTube auftauchen, wo es dann entweder megamäßig meta zugeht wird oder halt rekursiv verdummend.
Anyway, jedenfalls ist noch unentschieden, ob “das Internet” das Fernsehen wirklich besser beschreibt als umgekehrt – was eigentlich aber nicht so schwer sein dürfte. Ceterum censeo, daß die Talksendung live in Second Life nachgespielt werden sollte, dabei von jemandem aufgezeichnet und in YouTube eingestellt wird. Und vorher und nachher gibt’s Intelligenz- und Bildungstests. Wir hier brushen jedenfalls schon einmal ein bißchen an englischen und lateinischen Phrasen herum.