Extinction looming

Was flirren wird (Blut!)

Abt. für Film

Jetzt aber schnell mal schreiben, bevor das alles schon veraltet:

Denn schon nächste Woche, noch rechtzeitig zum Fest der Liebe, kommt das Remake von Black Christmas (amazon.de) in die Kinos. Das stößt vermutlich auf etwa so viel Begeisterung wie der Weihnachtsstart von Wolf Creek im vergangenen Jahr. Aber wenigstens paßt’s thematisch, sieht man vom Serienmörder- und Kannibalen-Aspekt einmal ab. (Trailer)

Sicher nicht weniger blutig wird es in Saw III (Start: 1. Februar), und Hannibal Rising, dessen Buchvorlage Georg Klein heute in der Süddeutschen Zeitung nicht so toll findet, aber das macht er sehr schön.

Am gleichen Tag, dem 15. Februar, startet auch Pan’s Labyrinth, den bereits zu sehen ich die Freude hatte. Dazu bei Gelegenheit und in anderem Rahmen mehr – es ist ein wunderbarer Film, den man schier nicht genug preisen kann, auch wenn die deutschen und englischen Verleihtitel ein bißchen doof sind, weil von Pan, dem griechischen Gott, in dieser Geschichte nirgends die Rede ist. Sind dem Verleih halt alle irgendwie gleich, ob Faun, ob Satyr

Einen kleinen visuellen Vorgeschmack geben jedenfalls ebenso die Clips, die man sich online schon ansehen kann (via) wie der Trailer – Spannung und Kraft der Geschichte können sie allerdings nicht recht vermitteln. Aber dafür gibt es ja Kinos.

Ab 3. Mai soll dann das nächste Mal Spiderman zu sehen sein – darüber muß ich nicht allzu viel sagen, das machen andere; es gibt natürlich einen schicken Trailer (auf der großen Leinwand schöner) und ein paar Clips.

Anscheinend glücklicherweise in noch weiter Ferne liegt der Filmstart (30. August 2007) von Primeval, dessen Trailer (Direktlink) die Fünf Filmfreunde ausgegraben hatten:

Selten war ein Trailer derart zerfasert und ohne Sinn, Verstand und Nutzwert. Da will man den Film schon gar nicht mehr sehen.

Und wo wir schon bei planlosen Filmen sind, können wir auch noch kurz über Turistas sprechen, der nach ersten Kritiken (the old splatter and scream) wohl vor allem Genreware bieten wird; den Clips (via) und dem Trailer nach erwarte ich einen Mix aus Wolf Creek und Hostel (amazon.de), aber mit mehr Bikinis. Exploitation cinema meets torture splat pack! Toll!

Der Film wird seine Zielgruppe schon finden.

Zum Abschluß noch etwas wirklich Interessantes, nämlich eine Verfilmung (Homepage) von Dantes Divina Commedia als blutiges Puppenspiel. Der Trailer (hier andere Formate) ist schon sehr vielversprechend.

(Direkt in die Hölle; zuerst gesehen bei Peter)

Mehr Filmvorschau dann im neuen Jahr.

Horror’s on the backseat of my Cadillac …

A Hard Day’s Night of the Living Dead

Abt. für A Series Of YouTubes, Film, Pop

Ich habe zwar hier grad keinen Ton, aber ich kann’s mir vorstellen…

(Direkttodnacht; via)

Ze big, terrible beast of the meadows

Final Destination 3

Abt. für Film

Der Vorspann demonstriert, was Schnitt, Kameraführung und Musik so leisten können: Aus einem Vergnügungspark machen sie im Handumdrehn einen äußerst gruseligen Ort. Zurecht, wie sich bald darauf zeigt, denn natürlich fliegt die Achterbahn aus ihren Schienen und zerlegt dabei ihre Insassen schön kameratauglich in häßliche Stücke.

Die Prämisse von Final Destination 3 (imdb) ist einfach – wen der Tod einmal ausgewählt hat, den holt er sich. Das war schon in den ersten beiden Filmen so (die ich bislang nicht kenne), das ist auch hier so: ein Mädchen hat eine Vorahnung, einige andere steigen wie sie aus der Bahn aus, und eine nach dem anderen lassen sie bald darauf durch freak accidents ihr Leben. Daß da eine Unwahrscheinlichkeit auf die andere gestapelt wird, macht in der Logik des Films nichts aus, da hier ja der Tod persönlich ans Werk geht, und entsprechend geht nicht nur blutig, sondern bildschirmtauglich viszeral: Blut spritzt, Gehirnstücke fliegen.

Natürlich muß man sich einen solchen Abzählreim aus der Abteilung Kreatives Töten nicht unbedingt ansehen; Final Destination 3 ist aber immerhin grundsolides Schreckenshandwerk. Daß das Ganze auch in der zweiten Fortsetzung noch zu funktionieren und zu gruseln scheint, liegt vor allem daran, daß hier eine Grundangst angesprochen wird: schon längst dem Tode geweiht zu sein, ohne es zu wissen, und je mehr man sich wehrt, umso schlimmer wird es.

Vor allem verläßt man das Kino aber mit einer gehörigen Portion Respekt vor scharfen Klingen, elektrischen Geräten und allem, was sich unerwartet von der Wand lösen kann; als Lehrvideo zur Vermeidung von Unfällen am Arbeitsplatz und im Haushalt wäre Final Destination 3 vielleicht nicht die schlechteste Wahl.

Auf dem Heimweg hatte ich auch immerzu das Gefühl, dem Tod immer wieder nur knapp entronnen zu sein; aber das ist wohl einfach Fahrradfahren in Berlin.

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