Der Film-Februar 2008 in Stichpunkten

Abt. für Film

Insgesamt ein etwas unklarerer Monat als der Januar

  • Bester Film im Februar:
    Be Kind Rewind (Kritik folgt), aber Ratatouille war auch ziemlich gut
  • Schlechtester Film im Februar:
    Läßt sich so genau nicht bestimmen.
    John Rambo war richtig fies,
    Kung Fu Kun wirklich langweilig, aber das waren Jumper und Step Up 2 The Streets auch
  • Rachefilm des Monats:
    Hard Candy
  • Taschendiebfilm des Monats:
    Sparrow
  • Tanzender Zombie:
    Fido

Ansonsten: Irgendwann nachts ging das neue critic.de online. Wir waren zu erschöpft, um wirklich glücklich zu sein, aber es war was geschafft.

(Mehr Filmkritik)

Heute ein Vizekönig

Abt. für Film

Vom letzten (im vergangenen Jahr) auf den zweiten Platz – nicht schlecht. Auch wenn die Veranstaltung selbst mit Ausnahmen eher fad war, soweit ich das beurteilen kann.

Danke, Olly, für die Mühe!

Perlen der Dichtkunst

Abt. für Film

Aus dem Pressematerial zu John Rambo, wahrlich kein Pflichtprogramm für Cineasten:

Durch seine Mischung aus deutschen und indianischen Vorfahren hat Rambo eine äußerst robuste körperliche Kondition, ist aber emotional traumatisiert [...]

Programmhinweis

Abt. für Berlinalia, Film

Aus persönlichen Gründen entfällt leider das hier für die rundherum gelegenen zehn Tage vorgesehene Berlinale-Tagebuch samt launiger Betrachtungen über das Dasein im Sosein des Festivals ebenso wie mein Herumzuckeln auf Selbigem. Wenn’s klappt, werde ich am Wochenende noch ein paar Filme sehen.

Gehen Sie, zur Delektierung des Geistes, stattdessen bitte weiter zu Herrn Grohs Filmtagebuch. Der macht nämlich das, was ich gern gemacht hätte, nur besser, und schon seit Jahren.

Für einen Überblick zur Berlinale-Presse empfiehlt sich hingegen der Blick auf die Seiten von Frau Walk. Unübertroffen gründlich.

Ich bin dann vorerst nochmal weg. (Äh, mir geht’s gut. Macht Euch keine Sorgen. ;-) )

Der Film-Januar 2008 in Stichpunkten

Abt. für Film

(Mehr Filmkritik)

Been There, Seen That

Abt. für Film

The Oxford Murders muß und möchte ich mir allein schon deshalb ansehen, weil ich Filme mag, die an Orten spielen, die ich gut kenne:

(Direkt-Town And Gown)

Außerdem ist Mathematik (im Jahr der Mathematik!) ein entschieden zu sparsam eingesetztes plot device. Formen Sie die Gleichung um, Holmes!

Äh, sagte ich gerade, Mathematik sei underused? Tststs. Quatsch.

(Direktmörder)

Bitte treten Sie jetzt aus

Abt. für Film

Ich kann das hier nur voll und ganz unterstützen: Sollen doch bitte alle Regisseure (Herr H. vor allem ist gemeint), die mindere Filmqualität runterspülen, aus der Filmakademie austreten: Sie kann davon nur besser werden.

Es ist doch albern (und natürlich vor allem Rummelstielzchen für die Presse), sich zu beschweren, nur weil der eigene schlechte Film nicht auf irgendeiner Nominierungsliste auftaucht. Es beschwert sich ja auch niemand, daß Restmülltonnen von der Müllabfuhr nicht in eine Monstranz gestopft und feierlich unter Absingen hymnischer Chöre durch die Straßen zelebriert werden. Echt jetzt.

(via)

Wasserstandsmeldung

Geehrte Lesende, ich schlafe zu wenig. Das ist nicht originell oder gar neu. Ich bin aber zu müde, das mich so dringend Ärgernde über die Jessen-Schirrmacher-Debatte in Worte zu bringen (gibt es dazu eigentlich irgendwo eine erschöpfende, konzise Presseschau? Bin sogar zum Selbersuchen zu müde). Auch juckt es mich, Gerhard Amendt für seinen ärgerlichen Unsinn zu beschimpfen, den ihn die Welt so in die Gegend pusten läßt (Qualitätsjournalismus my ass!). All das jetzt nicht mehr, wahrscheinlich erst nächste Woche, falls es dann etwas flockiger wird. Jetzt muß ich schlafen, dann arbeiten und anderes.

Sehen Sie es mir nach. Solange können Sie ja schon einmal vergleichen, wieviele Menschen John Rambo in welchen Filmen in welcher Kleidung ermordet hat und sich fragen, was all das mit dem Zustand unserer Welt, wie wir sie vorfinden, zu tun hat. Erklärungsversuche gerne in die Kommentare.

Süße Träume!

Oh je.

Doomsday – Trailer

Abt. für Film

Gestern mit Herrn abundant gemeinsam I Am Legend gesehen. Zufrieden gewesen. Währenddessen im heimatlichen Haus: ein Wasserschaden par excellence. Heute: noch mehr Weltuntergangsszenarien.

Schicker Trailer. Rhona Mitra ist jetzt nach Skinwalkers wohl endgültig auf den Spuren von Kate Beckinsale (Waffen tragen, Monster jagen): Auch für Underworld: Rise of the Lycans steht sie ja auf der Besetzungsliste.

(via)

Day of the Dead – Remake-Trailer

Das Remake des Romero-Klassikers Day of the Dead von 1985 ist unterwegs und wird wohl im April in den USA auf DVD erscheinen; jetzt ist ein Trailer zu sehen:

Ving Rhames, okay… aber, hey, Mena Suvari with a gun! Peter, übernehmen Sie!

(via)

Übungsaufgabe: Flapsige Überschriften

Abt. für Film

Ich bewundere es in nicht ganz geringem Maßen, wie manche Seiten mit Filmnews, vor allem eine bestimmte (heute schon wieder!), sich mit flockigen Überschriften zu ihren Texten über Wasser halten. Es scheint mir auch ein sehr angelsächsisches Phänomen zu sein, aber da bin ich vielleicht nur ahnungslos.

Aber das kann man ja üben. Heutiger Beitrag dazu (wer macht mit?) zum neuen Indiana-Jones-Poster:

Breaking: Indiana Jones scheint die Sonne aus dem Arsch!

*wegduck*

Diary of the Dead: Trailer

Abt. für Film

Nachdem Herr abundant jüngst lästerte, es gebe also tatsächlich einen zombiefilm, den du nicht für critic.de besprochen hast …, muß jetzt wieder ein bißchen Zombieflair her: Der Meister Romero persönlich.

(Direktzombies; via)

Gestern war ein guter Tag

Abt. für Film

Es gibt so Tage, ach, Wochen, an denen ärgere ich mich, daß ich Filme so liebe, daß ich es liebe, über Filme zu schreiben, so sehr, daß ich’s sogar für kein Geld mache (offers, anyone?), bei all dem Halb-, Dreiviertel- und Vollschrott, den man da oft zu sehen bekommt, zuweilen nur das.

Manchmal sind dann gute, schöne Momente dazwischen – und gelegentlich, weil in dieser Brillanz so selten, funkelt auf einmal ein kleiner harter, sehr komischer, vollkommener, leuchtender Diamant in der Gegend herum.

Juno ist ein großartiger Film. Ließ das Leben gestern heller leuchten. Ab 20. März im Kino und jeden Tag des Wartens wert. (Vorher gibt’s hier irgendwann eine vor Lobpreisungen nur so triefende Kritik. Das Script zum Film kann man sich zur Zeit hier als PDF abgreifen.)

Guilty Weihnachtsfilmpleasurestöckchen

Abt. für Film

Irgendwo, tief in unseren Herzen, schlummert die Sehnsucht nach heilen Welten und mehr Schmalz, als der Fernsehtisch ertragen kann. Die muß man dann zum Weihnachtsfest, wo all’ das hervorbricht, mit einigermaßen schlechtem Gewissen stillen, um nicht zu platzen: Apfel, Nuß und Mandelkern läßt sich doch am leichtesten noch mit etwas glücklichem Geheule ertragen. Früher gab’s dazu Sissi und Ein Herz und eine Krone als Familienpflichtprogramm im Fernsehen, heute darf man sich glücklicherweise leicht selbst behelfen.

Hier sind meine drei liebsten Schmalzfilme zum Fest:

Die Muppets Weihnachtsgeschichte: IMHO immer noch die schönste Dickens-Variation there is. Happy end, natürlich, und zwischendrin viel Gesang und tanzende Puppen. Super auch das singende Gemüse zu Beginn, echt jetzt.

Tatsächlich… Liebe: Einer der wenigen Filme, in denen ich Hugh Grant aushalte, wahrscheinlich, weil er im Ensemble ein bißchen verschwindet. Schmalzig-schmerzhafte Liebesgeschichten ohne Ende, und meiner Meinung nach gehören Frutti di mare in wirklich jedes Krippenspiel.

Die Familie Stone – Verloben verboten: Doch, doch. Man windet sich zuerst sehr lange und schämt sich fremd, daß es kracht; aber dann überrascht einen der Film mit einer wirklich hübschen Wendung, und am Schluß wird alles gut. Tränen fließen. Katharsis!

Und hier die zwei most obvious Gegenmittel:

Stirb langsam: Natürlich. Yippieh-ka-yeay, jingle bells!

Nightmare Before Christmas: Ebenso natürlich. Für die Leute, die gerne Santa Graus im Hause hätten.

Und daraus machen wir ein Stöckchen: für Peter, das Geburtstagskind Christian, (Edit: das Auch-Geburtstagskind) Markus und Matthias. (Vier Teilstöcke, weil, bald ist Weihnachten, Beeilung!)

Trailer für Resident Evil: Degeneration

Abt. für Film

Die geplante CGI-Variation des Resident Evil-Franchise hat nun nach ersten Screenshots auch einen Trailer bekommen:

Penelope – Trailer

Abt. für Film

Ich stehe ja auf süße Nasen.

Wohin die Reise geht

Abt. für Film

Sagen wir es kurz und knapp: The Golden Compass ist ein kleines, ach was: großes Meisterwerk des Fantasykinos. Locker so gut wie Der Herr der Ringe, aber nicht ganz so monumental und pathetisch veranlagt, und mit den definitiv besseren Frauenrollen. Und natürlich sowieso um Längen besser als Eragon oder die Chroniken von Narnia.

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Saw Saw

Abt. für Film, Neues aus der Wortspielhölle

Möglicherweise unvollständige Liste der einfallsreichen Wortspiele, die zwischen dem besten Gegenlektor von Welt, dem Chefredakteur und mir im Kontext meiner Saw-IV-Kritik ausgetauscht wurden:

  • saw saw
  • never saw better
  • Und hin und her, wie die Säge…
  • just saw that i left saw behind [Anhang vergessen]
  • she saw the sea shore
  • last saw i saw
  • durch!
  • und abgesägt!

Bad Review Revue: Beowulf

Abt. für Film

In der großen Tradition von Matthew Baldwin machen wir heute und hier einen ganz kleinen Anfang mit, yeah, Beowulf! In der Besprechung von David Kleingers für Spiegel Online.

[Sie dichten] sich einen wahren Beowulf [aua!] für ihren aufgepfropften, vulgärfreudianischen Vater-Mutter-Kind-Konflikt, gegen den der ödipale Familienzwist in “Star Wars” wie ein subtiles Psychogramm wirkt.

Das erbarmungswürdige Ergebnis erinnert nun an “Denver Clan” für Altphilologen. [...]

Viel ist über Angelina Jolies vermeintlich anzüglichen Auftritt geschrieben worden, der wie bei allen Darstellern mittels neuester Performance Capture-Technik digital formvollendet abgetastet wurde. Nun, wer sich an güldenen Grottenolmen mit Stöckelschuhwerk erregt, darf seinen seltenen Fetisch hier voll ausleben.

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