Irgendwo, tief in unseren Herzen, schlummert die Sehnsucht nach heilen Welten und mehr Schmalz, als der Fernsehtisch ertragen kann. Die muß man dann zum Weihnachtsfest, wo all’ das hervorbricht, mit einigermaßen schlechtem Gewissen stillen, um nicht zu platzen: Apfel, Nuß und Mandelkern läßt sich doch am leichtesten noch mit etwas glücklichem Geheule ertragen. Früher gab’s dazu Sissi und Ein Herz und eine Krone als Familienpflichtprogramm im Fernsehen, heute darf man sich glücklicherweise leicht selbst behelfen.
Hier sind meine drei liebsten Schmalzfilme zum Fest:
Die Muppets Weihnachtsgeschichte: IMHO immer noch die schönste Dickens-Variation there is. Happy end, natürlich, und zwischendrin viel Gesang und tanzende Puppen. Super auch das singende Gemüse zu Beginn, echt jetzt.
Tatsächlich… Liebe: Einer der wenigen Filme, in denen ich Hugh Grant aushalte, wahrscheinlich, weil er im Ensemble ein bißchen verschwindet. Schmalzig-schmerzhafte Liebesgeschichten ohne Ende, und meiner Meinung nach gehören Frutti di mare in wirklich jedes Krippenspiel.
Die Familie Stone – Verloben verboten: Doch, doch. Man windet sich zuerst sehr lange und schämt sich fremd, daß es kracht; aber dann überrascht einen der Film mit einer wirklich hübschen Wendung, und am Schluß wird alles gut. Tränen fließen. Katharsis!
Und hier die zwei most obvious Gegenmittel:
Stirb langsam: Natürlich. Yippieh-ka-yeay, jingle bells!
Nightmare Before Christmas: Ebenso natürlich. Für die Leute, die gerne Santa Graus im Hause hätten.
Und daraus machen wir ein Stöckchen: für Peter, das Geburtstagskind Christian, (Edit: das Auch-Geburtstagskind) Markus und Matthias. (Vier Teilstöcke, weil, bald ist Weihnachten, Beeilung!)