Eva im Gespräch (nur noch per E-Mail)

Abt. für Gender Trouble

Häme? Haareraufen? Ich weiß gar nicht recht, womit ich anfangen soll. Eva Herman, die großposaunende Prinzipienreiterin, deren angeblich monatlich erscheinendes Magazin zum schrecklichen Buch auch Monate nach dessen Erscheinen (und wieder Versinken) immer noch keine einzige Ausgabe gesehen hat (und zu beschäftigt mit Kinderhüten ist sie sicher nicht – ups, jetzt war die Häme doch schneller), hat ihr irgendwann einmal irgendwie doch “Weblog” genanntes Projekt eingestellt.

Stattdessen findet sich unter der Rubrik “Eva im Gespräch” eine statische HTML-Seite; Kommentare werden in einem extrem häßlichen Pop-Up-Fenster ausgespuckt, eingeben muß man sie aber … per E-Mail. No kidding, probiert es aus.

Entsprechend ist der RSS-Feed weg, die einzelnen Beiträge lassen sich nicht mehr verlinken, all das, was moderne Technik so liebenswert macht, ist verschwunden. Es kann nicht Ahnungslosigkeit sein (schließlich steckt ja eine PR-Firma dahinter, und der Sourcecode gibt aus: mit typo3 gemacht), es hat wohl Methode. Die ganzen kritischen E-Mails kann man ja so leicht in den Papierkorb verschieben. (Und die meisten KritikerInnen werden sich sowieso nur kopfschüttelnd anwenden.)

Und der neue “Beitrag” zu Silvana Koch-Mehrin ist sprachlich und inhaltlich mal wieder schlichtweg zum Kotzen. Dazu vielleicht demnächst anderswo (im eigentlichen Eva-Watchblog) mehr. (Aber gut, daß ich den Text gelesen habe, sonst hätte ich womöglich von diesem Buch (amazon.de) nicht so rasch etwas mitbekommen.)

Schuld war nur der Feminismus

Im rosa Kampfanzug: Eva Herman gibt das Strohpüppchen einer neuen reaktionären Familienpolitik. Eine Erledigung

Damit Sie das Buch nicht noch lesen müssen, habe ich es getan; alles, was Sie über das “Eva-Prinzip” wissen müssen, finden Sie hier. Meine Einschätzung gebe ich Ihnen gleich und kostenfrei vorweg, zum Zwecke der Niederschlagung aller Kaufgelüste und Klärung aller Doppeldeutigkeiten:

Eva Hermans Buch Das Eva-Prinzip ist ein bemerkenswert dummes Buch voller logischer Inkonsistenzen, dessen Argumentation aus groben Vereinfachungen, Halb- bis Unwahrheiten und schlichten Verdrehungen besteht, es ist dort, wo überhaupt, nur schlecht recherchiert, ideologisch verblendet, von Verfolgungswahn geprägt und darüber hinaus und trotz all dieser Eigenschaften, und das ist schon ein besonderes Ergebnis, atemberaubend langweilig.

Zum ganzen Text – erschienen in der wunderschönen neuen Querelles-Net.

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