Auch hier: flattr im Juni

Abt. für Internet & Blogdings, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Wie viele Leser_innen dieses Blogs sicher wissen, habe ich seit etwa anderthalb Monaten und inzwischen auf allen meinen drei regelmäßig befüllten Blogs (hier, im Genderblog und in meinem Filmblog Butt-kicking Babes) Buttons für flattr eingebaut, diesem schicken neuen Quasi-Micropayment-Service, mit dem man ohne großen Aufwand die Macher_innen guter Texte, Bilder und anderer Sachen (“Things” heißen diese Entitäten bei flattr) mit kleinen Geldbeträgen belohnen kann.

Hier ein Video, das kurz erklärt, wie das funktioniert:

Nach 3,12 Euro im Mai sind das nun im Juni schon 15,71 Euro geworden, also tatsächlich mehr, als ich bei flattr eingespeist habe (5 Euro ist dort mein derzeitiger Monatsbetrag). Vielen Dank allen edlen Geber_innen – ich fühle mich geschmeichelt. ;-)

Der Betrag liegt natürlich deutlich (und womöglich auch zurecht) unter den Einnahmen von fleißigen Größen wie taz, netzpolitik.org oder Stefan Niggemeier; aber mit @lantzschi in der Nähe fühle ich mich in guter Gesellschaft.

Am meisten beschenkt (16mal) wurde übrigens dieser Text im Genderblog, der aber auch, nicht zuletzt dank eines Hinweises von @bildblog der wahrscheinlich meistgelesene meiner Texte im letzten Monat war. Halb so viel Aufmerksamkeit bekam mein Rant über Kristina Schröder. Insgesamt wurde ein gutes Dutzend meiner Texte im Juni geflattrt, wobei sich aus den Verhältnis von Klicks zu Geld ergibt, daß einzelne Flattereien im Durchschnitt der einzelnen Texte zwischen 0,03 und 1,10(!) Euro wert sind. Man muß also die richtigen Leute zum flattrn kriegen.

Interessant ist der Hinweis im oben verlinkten taz-Eintrag:

Am stärksten honoriert werden die Texte, in denen es gegen die Lieblingsfeinde unserer Leser geht: Neonazis, der Hochadel, die Bild-Zeitung, die schwarz-gelbe Bundesregierung.

Wie macht Ihr das? Welche Texte oder “Dinger” flattrt Ihr so? Nach welchen Kriterien? Politische Gefälligkeit? Schöner Stil? Schöne, ausführliche Recherche? Für Hinweise in die Kommentare wäre ich sehr dankbar.

(Und ich habe noch zwei flattr-Einladungscodes einen flattr-Einladungscode zu vergeben. Einfach in den Kommentaren melden, bitte! Einladungen sind weg.)

Wetten, daß

Abt. für Internet & Blogdings, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

heute ganz viele Leute über das neue Blog und das neue Buch von Sascha Lobo und Kathrin Passig bloggen? Ist ja auch besser, als gar nichts auf die Reihe zu kriegen.

(via und)

Up for grabs

Abt. für Internet & Blogdings

defective yeti macht kreative Blogpause:

My god, is there anything as intrinsically bloggy as a long and tedious post explaining why you haven’t been blogging? Someone should start a blog that consists solely of daily, long-winded, and humorous entries purporting to explain why it hasn’t been updated. Free idea. Yours for the taking.

Mach ich jetzt nicht. Aber ja, auch meine Blogfrequenz steht in umgekehrt proportionalem Verhältnis zur Fülle meines sonstigen Lebens (bzw. in direkt proportionalem zum Ausmaß meiner Prokrastrination – die abnimmt, je mehr wirklich zu erledigen ist, rasch). Hatte auf der re:publica das eine und andere Gespräch, das darauf hindeutete, hier habe man es mit einem nicht-singulären Phänomen zu tun. Ist Bloggen also nur das kreativere Abhängen? Von produktiv muß man ja noch gar nicht sprechen.

Oder nennen wir es Arbeit?

Irgendwas mit Medien?

Abt. für Internet & Blogdings

Thomas macht gerade irgendwas mit Kryptik. Und schreibt neuerdings auch beim Perlentaucher über Kino. Noch dazu gemeinsam mit Lukas. Was geht denn hier ab?

More High School

Abt. für Internet & Blogdings

The furious social networking of Web 2.0 makes the Internet even more like high school than it already was.

Thoughts on the LOLCAT.

re:publicflucht

Abt. für Internet & Blogdings

Obwohl ich es anders angekündigt habe, bin ich heute wohl nicht auf der re:publica, aus ganz profanen Gründen: weil a) ich (oder jemand anderes) immer wieder krank werde (wird), wenn BloggerInnen sich treffen, b) die Prinzessin auch mal arbeiten will (der kleine dicke Ritter aber nicht alleine sein) und c) nicht alles in einen Tag geht, was hineingehen sollte und eigentlich müßte (Erwerbsarbeit, Texte, Kind, Krankheit, re:publica). Also Selektion: pro Geld, Gesundheit, Lebewesen.

Für den morgigen Nachmittag hoffe ich auf Besserung.

Das wird metainteressant

Abt. für Internet & Blogdings, Medien

Am Donnerstag können sich dann alle so richtig austoben: Stefan Niggemeier sitzt bei Leo Busch im Kasten und redet mit ihr übers Internet bzw. darüber ob es uns verdummt, das böse Internet, in Form von Blogs, You Tube, Second Life. Das werden ganz viele sehen, die dann darüber ins Internet schreiben (Livebloggen, anyone? Ich hab’ leider keine Zeit), wahrscheinlich wird die Sendung auch auf YouTube auftauchen, wo es dann entweder megamäßig meta zugeht wird oder halt rekursiv verdummend.

Anyway, jedenfalls ist noch unentschieden, ob “das Internet” das Fernsehen wirklich besser beschreibt als umgekehrt – was eigentlich aber nicht so schwer sein dürfte. Ceterum censeo, daß die Talksendung live in Second Life nachgespielt werden sollte, dabei von jemandem aufgezeichnet und in YouTube eingestellt wird. Und vorher und nachher gibt’s Intelligenz- und Bildungstests. Wir hier brushen jedenfalls schon einmal ein bißchen an englischen und lateinischen Phrasen herum.

(via)

Foreshadowing

Zitatrecht und Bilder

Abt. für Internet & Blogdings

Unbedingt lesenswert: Anläßlich der Abmahnung von Blogs und Foren durch Apple wegen der Berichterstattung über das iPhone (präziser: darüber, wie Dritte die Benutzeroberfläche des iPhone kopiert haben) diskutiert Arne Trautmann im Law-Blog die Frage, inwieweit im deutschen Recht das Zitatrecht (auf dem Weg über das Grundrecht auf Meinungs- und Pressefreiheit) erlaubt, Bilder von Dritten zu verwenden. Das ist zwar wahrscheinlich zu allgemein, um sich damit immer auf der sicheren Seite zu wähnen, ist aber als Orientierungshilfe für die eigene Blogarbeit eine große Hilfe.

(via)

Eva im Gespräch (nur noch per E-Mail)

Abt. für Gender Trouble

Häme? Haareraufen? Ich weiß gar nicht recht, womit ich anfangen soll. Eva Herman, die großposaunende Prinzipienreiterin, deren angeblich monatlich erscheinendes Magazin zum schrecklichen Buch auch Monate nach dessen Erscheinen (und wieder Versinken) immer noch keine einzige Ausgabe gesehen hat (und zu beschäftigt mit Kinderhüten ist sie sicher nicht – ups, jetzt war die Häme doch schneller), hat ihr irgendwann einmal irgendwie doch “Weblog” genanntes Projekt eingestellt.

Stattdessen findet sich unter der Rubrik “Eva im Gespräch” eine statische HTML-Seite; Kommentare werden in einem extrem häßlichen Pop-Up-Fenster ausgespuckt, eingeben muß man sie aber … per E-Mail. No kidding, probiert es aus.

Entsprechend ist der RSS-Feed weg, die einzelnen Beiträge lassen sich nicht mehr verlinken, all das, was moderne Technik so liebenswert macht, ist verschwunden. Es kann nicht Ahnungslosigkeit sein (schließlich steckt ja eine PR-Firma dahinter, und der Sourcecode gibt aus: mit typo3 gemacht), es hat wohl Methode. Die ganzen kritischen E-Mails kann man ja so leicht in den Papierkorb verschieben. (Und die meisten KritikerInnen werden sich sowieso nur kopfschüttelnd anwenden.)

Und der neue “Beitrag” zu Silvana Koch-Mehrin ist sprachlich und inhaltlich mal wieder schlichtweg zum Kotzen. Dazu vielleicht demnächst anderswo (im eigentlichen Eva-Watchblog) mehr. (Aber gut, daß ich den Text gelesen habe, sonst hätte ich womöglich von diesem Buch (amazon.de) nicht so rasch etwas mitbekommen.)

Ich bin doof. Weil, wegen Internet

Abt. für Internet & Blogdings, Medien

Henryk M. Broder macht sich heute im Berliner Tagesspiegel mal so richtig differenzierte Gedanken zur freien Meinungsäußerung im Internet.

Mit dem Recht, eine Meinung verbreiten zu können, verhält es sich so wie mit den meisten Rechten, die auf einer unausgesprochenen Vereinbarung beruhen: Wenn sie von allen wahrgenommen werden, schaffen sie sich selbst ab.

Ja. Das ist ja bekanntermaßen auch mit dem Wahlrecht so: Wenn alle wählen dürfen, das kann nicht funktionieren, das muß Diktatur geben. Dann doch am besten gleich eine (unter H.M.B., natürlich).

Der ansonsten so penible Herr Broder empfand es anscheinend nicht einmal als nötig, sein Vokabular durchzusehen (man meldet, schreibt er, eine “domaine” an, das WWW ist irgendwie mit dem Internet identisch, u.s.f.) und hält seine eigene Unfähigkeit, in der Kakophonie, in die sich die Meinungsfreiheit online angeblich auflöse, für Struktur und Schwerpunkte zu sorgen, für das Grundübel der Welt:

Das WWW ist auch maßgeblich für die Infantilisierung und Idiotisierung der Öffentlichkeit verantwortlich.

Herr Broder, da würden mir auch noch RTL, die Bild-Zeitung, der Spiegel und einige andere Medien als potentielle Kandidaten einfallen. Und ob die von ihnen so hochgehaltene Filter- und Auswahlfunktion der gewissermaßen “Organisierten Medien” (hat ja was von Organisierter Kriminalität) wirklich funktioniert, wage ich zu bezweifeln, erreichen mich doch immer gern und immer wieder so ahnungslos dahingerotzte Texte wie Ihrer, die dann als “Kommentar”, “Position” oder “Meinung” deklariert werden, weil sich eine Verankerung in konkreten Fakten leider nicht herstellen ließ.

Da sind mir doch ehrliche, unverfrorene Beschimpfungen in Weblogs wesentlich lieber, in denen sich niemand hinter dem Untergang des Abendlandes verschanzt.

C-List

Gnadenloses Verlinkungsverbot

Abt. für Internet & Blogdings, Parallelgesellschaften

Es ist ohne unsere Ausdrückliche schriftliche Zustiemung jedem absolut untersagt diesen Blog zu verlinken.

Bei einer Missachtung dieser Vorschrift werden wir sämtliche zu Verfügung stehenden rechtlichen Möglichkeiten gnadenlos anwenden.

Eine Verlinkung gegen unseren Willen verletzt unter anderem unser im Grundgesetz verankertes Recht auf Informelle Selbstbestimmung.

Art. 2 Abs. 1 in Verb. mit Art. 1 Abs. 1 (GG) (Persönlichkeitsrecht)
→ Jeder Mensch hat das Recht auf informelle Selbstbestimmung und somit die Befugnis grundsätzlich selbst über Preisgabe, Einsatz bzw. Verwendung seiner persönlichen Daten zu bestimmen.

Daran halte ich mich gerne. So’n Schmu will ich gar nicht verlinken… und bin gespannt, ob da irgendwann auch Substantielles kommt. (Wohl eher nicht.)

Und es heißt immer noch informationelle Selbstbestimmung. Wirklich.

Popularitätssprung?

Abt. für Metabloggen

Mediadaten 24.10.06 - AusschnittFalls irgendjemand (wovon ich eigentlich nicht ausgehe, aber man kann ja mal die Aufmerksamkeit darauf lenken) sich wundern sollte, woher der plötzliche Sprung in meiner “Platzierung in der Liste der Top-Blogs” im Blogscout-Counter (vgl. die Mediadaten) von “nahezu immer eines der Top-500-Blogs in Deutschland” (wie hier gejammert) auf einen Platz in den Top 200 kommt… nein, ich habe nicht auf einmal hunderte Visits mehr am Tag.

Ich lasse stattdessen seit Sonntagnachmittag, was ich schon längst hätte machen sollen bzw. nie hätte anders machen sollen, die Hits auf Einträge von vor dem “Umzug” auf diese Domain hier mit den Hits auf hiesige Einträge zusammenrechnen. Schließlich gibt es das [i:rrhoblog] schon seit Februar 2004, nur eben damals noch unter einer anderen URL.

Und dort gibt es immer noch ein paar schöne Beiträge zu lesen, zum Beispiel die durchaus beliebte Geschichte von Borghild, der angeblichen Sexpuppe der Nazis.

Und wenn jemand diese Statistikspielchen total doof findet (oder ich das jetzt doof erklärt habe), dann kann er oder sie es ja in die Kommentare schreiben.

Just another depressed narcissist

Sei nervig und mühe dich täglich

Abt. für Internet & Blogdings

Mir geht ja im allgemeinen einige Meter weit vorbei, wie andere Leute meinen, ihr Blog platzieren, bekanntmachen und sonstewas tun zu müssen. Mich freut’s, wenn hier einigermaßen zahlreich LeserInnen vorbeischneien, und natürlich sind wir alle Statistikjunkies, die aufmerksam unsere Mediadaten im Blogcounter (im Juli wird übrigens repariert!) beobachten; daß man bei Kommentaren seine URL hinterläßt und Trackbacks setzt, wenn man auf einen anderen Blogeintrag verlinkt, ist immer auch ein bißchen PR in eigener Sache, wenn man’s so sehen will – man kann es auch schlicht als Teilnahme an offenen Diskussionen interpretieren.

So oder so – ein wenig seltsam fand ich des PR-Bloggers Vorschläge “Wie mache ich mein Blog bekannt?” zumindest in den Punkten 8, 9 und 11 doch.

  1. Tragen Sie einige Ihrer besten Artikel in Social Bookmarking-Services ein und taggen sie diese
  2. Ermutigen Sie andere Blogger zum Verlinken oder taggen
  3. Kommentieren Sie in anderen Blogs und setzen Sie einige Trackbacks
  4. Vernachlässigen Sie nicht das E-Mail-Marketing

Ich fände es etwas irritierend, meine eigenen Texte in meinen del.icio.us-Links unterzubringen – das sollen mal ruhig andere tun. Und dazu kann man ja gerne mit entsprechenden Icons geradezu einladen und Vorarbeit leisten. Aber andere Blogger zum Verlinken ermutigen? Per E-Mail-Marketing? “Hey Du, ich habe Deine Seite gesehen, voll toll, wollen wir nicht Links tauschen?” Pardon, aber derlei Gefasel landet bei mir gar nicht erst im Großhirn, das wird schon vom Sehnerv rechtzeitig abgetötet. Die BloggerInnen, die mein Geschreibsel halbwegs gut finden, verlinken mein Blog vielleicht eh’ irgendwann – und löschen den Link wieder, wenn andere Textquellen interessanter werden oder meine Texte uninteressanter.

Aber vielleicht ist “E-Mail-Marketing” auch einfach nur ein Begriff, den ich nicht mehr lesen mag, weil ich damit nur Preßfleisch verbinde.

Neuer Trend: Pöbelblogger

Wirtschaftlichkeit

Abt. für Internet & Blogdings, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Die Wirtschaft kaufe inzwischen die besten Blogger ein, schreibt ein Kritiker im Netz.

Sagt die Wams (Glückwunsch, Lyssa!), und ich sage: gerne. Sie wissen ja, wie Sie mich finden.

Kostenlose Videos aller Spiele der WM!

Hier zum Download! Oder: Blondinenwitz reloaded. (Nee. Ist eher langweilig, das.)

Aus Lust und Liebe zur Musik

Da schließe ich mich Thomas an: Johnnys Offener Brief an Musikschaffende kann ich nur unterschreiben (wenn ich könnte).

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