Mir geht ja im allgemeinen einige Meter weit vorbei, wie andere Leute meinen, ihr Blog platzieren, bekanntmachen und sonstewas tun zu müssen. Mich freut’s, wenn hier einigermaßen zahlreich LeserInnen vorbeischneien, und natürlich sind wir alle Statistikjunkies, die aufmerksam unsere Mediadaten im Blogcounter (im Juli wird übrigens repariert!) beobachten; daß man bei Kommentaren seine URL hinterläßt und Trackbacks setzt, wenn man auf einen anderen Blogeintrag verlinkt, ist immer auch ein bißchen PR in eigener Sache, wenn man’s so sehen will – man kann es auch schlicht als Teilnahme an offenen Diskussionen interpretieren.
So oder so – ein wenig seltsam fand ich des PR-Bloggers Vorschläge “Wie mache ich mein Blog bekannt?” zumindest in den Punkten 8, 9 und 11 doch.
- Tragen Sie einige Ihrer besten Artikel in Social Bookmarking-Services ein und taggen sie diese
- Ermutigen Sie andere Blogger zum Verlinken oder taggen
- Kommentieren Sie in anderen Blogs und setzen Sie einige Trackbacks
- Vernachlässigen Sie nicht das E-Mail-Marketing
Ich fände es etwas irritierend, meine eigenen Texte in meinen del.icio.us-Links unterzubringen – das sollen mal ruhig andere tun. Und dazu kann man ja gerne mit entsprechenden Icons geradezu einladen und Vorarbeit leisten. Aber andere Blogger zum Verlinken ermutigen
? Per E-Mail-Marketing
? “Hey Du, ich habe Deine Seite gesehen, voll toll, wollen wir nicht Links tauschen?” Pardon, aber derlei Gefasel landet bei mir gar nicht erst im Großhirn, das wird schon vom Sehnerv rechtzeitig abgetötet. Die BloggerInnen, die mein Geschreibsel halbwegs gut finden, verlinken mein Blog vielleicht eh’ irgendwann – und löschen den Link wieder, wenn andere Textquellen interessanter werden oder meine Texte uninteressanter.
Aber vielleicht ist “E-Mail-Marketing” auch einfach nur ein Begriff, den ich nicht mehr lesen mag, weil ich damit nur Preßfleisch verbinde.