Die Sache mit den Schädeln liegt zwar jetzt schon ein paar Tage zurück, und die deutsche Welt schaut inzwischen gebannt, wenn auch gleichgeschaltet, auf auf JVA-Dächern herumstehende mutmaßliche Sexualstraftäter, aber es soll doch nicht verschwiegen werden, daß Bild-Kolumnist F. J. Wagner sehr verklausuliert, aber deshalb nicht weniger deutlich am 26. Oktober seiner Ansicht Ausdruck verlieh, deutsche Soldaten seien Tiere.
Er schrieb seinerzeit den lieben deutschen Soldaten
wegen der Fotos am Hindukusch.
Er schäme sich als Deutscher
(ob er sich auch sonst, so als Franz Josef Wagner und z.B. für seine Kolumnen, äh Briefe, äh für sein ahnungsloses Geschreibsel schämen kann, ist nicht bekannt, gilt jedoch für gewöhnlich gut unterrichteten Kreisen als eher unwahrscheinlich), aber zugleich spüre er in den Bildern die Angst und die Verzweiflung.
Und er rät: Ich würde unsere Soldaten vom Hindukusch abziehen, weil sie Menschen bleiben sollen. Und keine Tiere.
Nun bin ich nicht der gekrönte King of German Satzbau, aber ich jedenfalls lese in diese Satzhäufung hinein, daß die Soldaten, so man sie nicht vom Hindukusch
abziehe, sie eben nicht Menschen blieben, sondern Tiere. Was also voraussetzt, daß sie … ja doch, Tiere sind.
Irgendwie stammen wir eben doch alle von einem gemeinsamen Vorfahren mit dem Affen ab. Und F. J. Wagner (herzlichst!) ganz besonders.