Umzugshalber abzugeben

Abt. für Berlinalia, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Da wir Berlin nun schon sehr bald verlassen, gibt es ein paar Einrichtungsgegenstände, die wir gerne abgeben würden, an würdige/wollende Menschen.

  • Ein Schaukelstuhl – nicht mehr ganz taufrisch, aber sehr bequem (für lau)
  • Meinen schwarzen, großen Jerker-Ikea-Schreibtisch (VB 100 Euro)
  • Schreibtischstuhl, blauer Bezug (für lau)
  • Zwei kleine Ein kleiner Röhrenfernseher (37 cm oder so; für lau), voll funktionsfähig
  • Zwei Kommoden (für allenfalls sehr wenig Geld lau) – Maße (HBT): 84x72x36 cm (Foto) bzw. 84x106x36 cm (ähnlich, mit Schubladen rechts)
  • Eine defekte Panasonic Lumix DMC-LZ1 (für lau; zeigt kein Bild mehr)
  • Gegen einen angemessenen (und angemessen kleinen, z.T. sehr kleinen) Obulus: diverse DVDs (diese nur persönlich an Volljährige oder mir bekannte Menschen; diese, diese und diese nicht) sowie Bücher – an Medienträgern kommt da wohl noch einiges nach.
  • Eine große Kiste voller VHS-Bänder (etwa 2/3 selbst Aufgenommenes, 1/3 Originalbänder, z.T. noch ungeöffnet – für lau)
  • Stapelweise Schallplatten & ein Schallplattenschrank (gegen kein Geld)
  • Zwei TV-Bänke (Foto; Metallgitter, mit Rollen)
  • Eine Querflöte, geeignet für AnfängerInnen (VB 150 Euro)

Alles nur an Selbstabholer in Kreuzberg 61. Bei sehr lieb bitten und überzeugenden Argumenten lassen wir uns vielleicht auch zu Kundenservice hinreißen.

Die Liste wird laufend erweitert, Fotos und Maße werden noch geliefert bzw. können dann auch angefragt werden. Weitere Nachfragen gerne für die Öffentlichkeit in die Kommentare; Interessensbekundigungen idealerweise per E-Mail (oder eben auf den anderen bekannten Kommunikationswegen).

Krieg/Terror/Penis

Update: Keine Hilfe in Kreuzberg mehr

Abt. für Berlinalia

Auch wenn sich wahrscheinlich nichts mehr retten läßt, hat mein Bedauern über die Schließung des Kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes in der Kreuzberger Graefestraße jetzt zumindest mit diesem Artikel in der Berliner Morgenpost ein bißchen Öffentlichkeit bekommen.

Neben der Schließung ist der eigentliche Skandal auch, daß (ich wiederhole mich) offenbar Kinderärzte und medizinische Einrichtung von der Schließung nicht informiert waren und fleißig weiter auf den Bereitschaftsdienst hinwiesen, als der schon längst geschlossen war.

Als Hohn empfinde ich übrigens die im Artikel zitierte Aussage von Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland:

[...] das Argument, dass Kreuzberger und Friedrichshainer Eltern mit ihren kranken Kindern nun nach der Aufgabe der Ersten-Hilfe-Stelle in Kreuzberg längere Wege in hinnehmen müssten, lässt Ulrich Fegeler nicht gelten. “Das Tempelhofer Sankt-Joseph-Krankenhaus ist in der Nähe, außerdem gibt es noch die Charité und das Vivantes-Klinikum Neukölln.”

Weil es ja für Menschen ohne Auto, aber mit ein bis zig Kindern – und davon gibt es in Berlin eine ganze Menge – egal ist, ob man im Kiez bleiben kann, oder von Kreuzberg aus nach Mitte (Charité), Süd-Neukölln (Vivantes) oder eben ins (übrigens sehr schöne) Sankt-Joseph (Tempelhof) muß. So rotzig-realitätsfern muß man als Kinderarztverbandspressesprecher erstmal sein…

(Danke, M., für den Link!)

Sie suchen den Kinderarzt? Pech gehabt

Abt. für Berlinalia, Dinge, die von fern wie Politik aussehen

Wir hatten heute einen etwas aufregenden Tag (mit sehr entspanntem Ausgang – das nur der Vollständigkeit halber gleich zu Beginn), in dessen Verlauf wir erfahren mußten, daß anscheinend ziemlich sang- und klanglos der Kinderärztliche Bereitschaftsdienst in der Erste-Hilfe-Stelle in der Graefestraße zum 30. Juni geschlossen wurde.

Wer in Kreuzberg mit Kindern lebt (und da soll es ja eine Handvoll Leute geben), kennt diese Stelle, die Mittwochs- und Freitagnachmittags sowie am kinderarztlosen Wochenende sicherer Hafen besorgter Eltern war, die sich nicht sicher waren, ob dieser seltsame Ausschlag wirklich so besorgniserregend, diese kleine Verletzung am Auge schon so schwer ist, daß ein Besuch im Krankenhaus vonnöten sei – oder ob ein entspanntes Wochenende drin ist, vielleicht mit einem Besuch bei der Kinderärztin des persönlichen Vertrauens am Montagmorgen.

Aus und vorbei.

Schlimmer noch, die Erste-Hilfe-Stelle soll, wie wohl im April beschlossen wurde, zum 30. September ganz geschlossen werden. In der aktuellen Presse findet sich über die Schließung nichts, soweit ich das in den Archiven habe sehen können; regt sich irgendwo Widerstand? Ich wäre dabei! (Hauptstadtblog, übernehmen Sie!)

Denn daß die Stelle jahrelang schon Defizite einfuhr: Geschenkt. Gerade der Kinderärztliche Dienst wurde, das war jedenfalls immer mein Eindruck, durchweg gut angenommen, und wenn die Politik wohlfeil davon parliert, man solle die Verwahrlosung der Kinder verhindern etc.pp., dann sollte man gleich einmal damit beginnen, niedrigschwellige Angebote für die Versorgung von Kindern zu fördern und finanziell zu unterstützen.

Tatsächlich fände ich die Erste-Hilfe-Stelle für Erwachsene nicht so wichtig: Wer etwas Ernsthaftes hat, läßt sich womöglich eh ins Urban einweisen oder schaut dort vorbei. Mit Kindern aber ist eine Erste-Hilfe-Stelle, die keine Klinik ist, eine großartige Sache: Leicht zu erreichen, übersichtliche Räumlichkeiten, erfahrene Kinderärztinnen und Kinderärzte, die einen im Zweifelsfall auch in die Kinderklinik weiterschicken.

Zugegeben, das ist ein bißchen so, als wolle man seine gute alte soziale Marktwirtschaft wiederhaben. War ja auch nur so ‘ne Idee. (Die Kassenärztliche Vereinigung mag ich im Übrigen auch immer und immer weniger.)

Wir sind hier alle auf dem falschen Dampfer

Die "Bild"-"Zeitung" erklärt, wie Globalisierung richtig geht

Abt. für Berlinalia, Internet & Blogdings, Medien

Tempelhof ist das Internet für Menschen, die Globalisierung leben wollen.

Also: Alle ab zum Flughafen, wo man, äh, immerhin ein paarmal täglich zu kleinen europäischen Provinzflughäfen abheben kann. Äh, das ist Globalisierung, äh, Internet.

(Analogienbildung sollte man wirklich nicht den Anfängern von der Bild-Redaktion überlassen. Alles weitere sagt das Bildblog.)

Hat nur Berlin

Abt. für Berlinalia, Dinge, die von fern wie Politik aussehen

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Zugegeben, sowohl die Pro- als auch die Contra-Flughafen-Kampagnen sind weder ästhetisch noch inhaltlich wirklich überzeugend. (Was wenig über die mehr oder minder hilflosen Argumente aussagt, um ehrlich zu sein – die kommen in den Kampagnen nicht so richtig zur Sprache.)

Aber dieses Plakat ist in seiner argumentativen Sinnlosigkeit schon noch ein besonders hübsches Beispiel. Es wendet für Tempelhof, was sich auch problemlos als Slogan für die Love-Parade, für einen riesigen Innenstadtpark Tempelhofer Feld oder für die von Hunden im öffentlichen Raum hinterlassenen Kotberge wenden ließe: Hat auch keine andere Stadt. (Julia sieht das ähnlich.)

Im Übrigen finde ich, wir sollten auf dem dann ehemaligen Flugfeld von Tempelhof etwas ganz Besonderes errichten: Ein innerstädtisches Atomkraftwerk hat schließlich auch keine andere Stadt.

et in re:publica et twitter et cetera ego

Abt. für Internet & Blogdings

Heute: Voller Tag voll Textarbeit hier so haushaltsintern (wir nähern uns finalen Fassungen) und weitere Texte nicht wirklich bearbeiten, aber immerhin vorher gegenlesen – das ist immer noch re:publica-Nachlese, diesmal zur Frauenfrage.

Wer’s nicht recht glauben will, daß ich wirklich da war: zumindest wurde ich dort photographiert. Und angeblich bin ich im Beitrag des ARD-Mittagsmagazins auch kurz im Vorüberhuschen zu sehen. Sacht eine ganz altbekannte Quelle (Danke, U.!).

Und weil dies die re:publica der Twitterati war, paßt auch hierhin, daß ich heute den “Tweet des Tages” abgezwitschert habe. Prost!

re:publica: Advocacy 2.0

Abt. für Dinge, die von fern wie Politik aussehen, Internet & Blogdings

Sitze im gleichnamigen Panel und schreibe hier mal ein paar Gedanken rein…

(Nein, keine zusammenhängenden Gedanken. Wahrlich nicht.) Weiterlesen »

re:publica und der Kopf ist leer

Abt. für Internet & Blogdings

Sitze also hier auf der re:publica und habe gar keine Lust, darüber zu schreiben. Bloggen doch eh alle, oder twittern (ich auch) oder hastenicht gesehen. Die erste Begeisterungswelle ist also schon eine Weile vorbei.

Vielleicht wird das nachher besser. Gleich: Futurismus.

Und ab und an weckt auch mich ein Flugzeug

Abt. für Berlinalia

Die Amis haben auch gerade erst wieder den Militär-Etat erhöht, weil sie in ihrer Kalkulation für 2008 eine erneute Luftbrücke für das isolierte Tempelhof einplanen.

Warum wir Tempelhof brauchen: Humormaterial. (Danke!)

Essen gehen in Zeiten von Hartz IV

Abt. für Berlinalia, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Oder vielleicht doch nur ein Restaurant für Menschen ohne eigenen Ofen?

Original Wagner Steinofen Pizza

(Gesehen vor einem Lokal an der Kante zwischen Neukölln und Kreuzberg, hier umme Ecke.)

Fünfzehn

Abt. für Berlinalia, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Hübsch: Der groß bepriesene und beworbene “MediaMarkt” im neuen “Alexa” am Alex (Supername, das!) wird zur Eröffnung gestürmt, und selbst eine Polizei-Hundertschaft kann fünfzehn Verletzte nicht verhindern.

Dabei ist das ganze Ding so häßlich und peinlich wie seine Homepage auch.

Addendum: Videos, Links und Bilder gibt’s im Hauptstadtblog und den dortigen Kommentaren.

Kollateralschäden der Rationalisierung

Abt. für Berlinalia, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Heute hörten wir von einem befreundeten Journalisten, dessen Namen wir nicht nennen sollen, daß laufend Unfälle passieren: Leute, die vor einfahrende Züge gestoßen werden oder selbst springen, Unfälle mit Jugendlichen, die Türen in der eben geschilderten Manier aufreißen und so weiter. Die BVG will nicht, daß darüber in der Presse berichtet wird, angeblich um Nachfolgetäter nicht zu animieren. Wir vermuten, daß es noch andere Gründe für diese Zurückhaltung gibt: Seit das Personal abgeschafft wurde, welches früher die Fahrt freigab, haben sich die Unfälle sprunghaft vermehrt. Denn der Fahrer kann die Vorfälle am Zug natürlich nicht sehen. Die Rationalisierung fordert ihren Preis.

Schreiben Jörg Schröder und Barbara Kalender in ihrem taz-Blog (via).

Grillwoche: Grillen in Berlin

Abt. für Berlinalia, Grillgut

Natural Born GrillersSelbst im schönen Berlin, dessen Menschen gerne und zahlreich zum Grill greifen, darf nicht überall der archaische Akt der Verehrung vor den Feuergöttern einfach so zelebriert werden. Grundsätzlich besteht natürlich immer die Möglichkeit, im eigenen Hinterhof oder auf dem eigenen Balkon (jeweils falls vorhanden) zu grillen, aber dabei sollte sowohl Vorsicht die Mutter der brennbaren Vorhänge als auch Rücksicht auf die Nachbarn im Spiel sein. Sonst kann’s schon einmal Ärger geben.

Entspannter ist deshalb sicherlich das Grillen im öffentlichen Raum, insbesondere in Parks. Allerdings hat da in Berlin das Ordnungsamt der Grillwut enge Grenzen gesetzt – es gibt nur eine Handvoll von Stellen in Berliner Parks, an denen überhaupt gegrillt werden darf. Außerdem sahen sich die Behörden genötigt, offenbar aus schlechten Erfahrungen heraus handelnd, die wichtigsten Verhaltensregeln fürs Grillen noch einmal ganz offiziell darzulegen. Das alles kann online nachgelesen werden, steht aber auch in fünf Sprachen als PDF (2,6 MB) zum Download bereit.

(Man kann sich im Übrigen gerne fragen, warum an bestimmten Stellen etwa in Kreuzberg das Grillen erlaubt ist und an anderen nicht (etwa im Viktoriapark). Man kann dann überlegen, wie die Position der Grillplätze womöglich mit der sozialen Position der unmittelbaren Anwohner und ihren Möglichkeiten der politischen Einflußnahme steht. Kann man, aber vielleicht sind die Gründe auch ganz andere.)

Weiterlesen »

Tagesspiegel 1.5

Abt. für Berlinalia, Internet & Blogdings, Medien

Jaja, schon ganz hübsch und alles, die neue Tagesspiegel-Website. Ob’s übersichtlich und mir angenehm ist, weiß ich gar nicht so recht – ich lese eh’ eher anderswo. “Zeitung heute“, das ist jedenfalls eine gute Sache.

Aber, mal ganz ehrlich: “Artikel versenden” geht erst nach Anmeldung? Das ist ja wohl albern nutzungsunfreundlich, da ist ja Spargel Online zugänglicher.

Tale of Cinema: Deutschlandpremiere

Abt. für Berlinalia, Film

debut - Juni 2007

Dazu: das heutige taz-Interview mit Frédéric Jaeger von critic.de und debut.

(Full disclosure: Ich bin Gründungsmitglied von debut und Redakteur von critic.de, kann aber morgen abend leider nicht dabei sein.)

Süß halt.

Bescheidenheit ist eine Zier …

Abt. für Neues aus der Wortspielhölle

Sagt die neue Wohnung doch noch zu mir: “Ich will ja nicht vermessen sein, aber…”

War sie dann nach einer Stunde aber eben doch. Ha!

Programmhinweis: Premierenkino

Ab 4. April jeden Monat im Babylon

Selbstermächtigung

Abt. für Berlinalia

Im Polizeipressemeldungsdeutsch heißt das so:

Die Kollegen versetzten sich in den Dienst

Merke im Übrigen: Wenn Du schon besoffen Auto fährst, laß das Dope zuhause.

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