Es ist Vorweihnachtszeit, und die Filmverleiher verschenken schon mal Sperrfristen. Zu mindestens drei Filmen ist auf der Einladung zur Pressevorführung derzeit notiert, daß man aber vor dem soundsovielten gefälligst nichts berichten dürfe. Hier sei schon mal die entsprechende Erklärung zur Unterschrift. Das hatten wir nun schon mehrfach in diesem Blog, und daß es nun u.a. auch einen Film trifft, der sowohl deutsche Geschichte als auch Tom Cruise enthält, mag schon zu denken geben.
Allein an den – ersten Reaktionen nach (via) – erwartbar schlechten Kritiken kann’s ja nicht liegen, da wird den Medien schon auch viel Schlechteres und viel weniger Beworbenes und Erwartetes (und erwartbar finanziell Erfolgreiches) dennoch ohne Sperrfrist vorgesetzt, ohne daß das entsprechende Studio Schaden nimmt.
Viel eher ist zu erwarten, daß – und ich wage jetzt einfach mal eine Vorhersage – wenige Tage vor Ende “Veröffentlichungs-Embargos” für Texte über Operation Walküre in der FAZ ein Text von Frank Schirrmacher erscheinen wird, der in Form einer hymnischen Lobpreisung die Macher, insbesondere den neuen Retter Deutschlands, Tom Cruise, portraitieren und für ihren Mut belobigen sowie den Film in aller Form zur letztgültigen Deutung der betroffenen Historie hochschreiben wollen wird.

