Sollte jemand meiner geschätzten LeserInnen irgendwann darüber nachdenken, einen Nachsendeauftrag für’s nur europäische Ausland der “Deutsche Post AG” anzuvertrauen: Finger weg. Jedenfalls, wenn mensch irgendeine vertrauenswürdige Person im Inland auftreiben kann, die zuverlässig eingegangene Post annimmt, evtl. sogar unwichtige Werbepost wegschmeißt und den Rest eintütet, ist das vermutlich billiger, sicherer und weniger beknackt gelöst als beim größten deutschen Siewissenschon. Denn deren Nachsendung geht so:
Ausgeschlossen ist ferner die Nachsendung in das Ausland von Infopost, Infobriefen, Warensendungen, Werbeantworten, Pressepost, Briefen mit den Zusatzleistungen Nachnahme und Wert, Postident sowie Paketen, Päckchen und Express-Sendungen.
Liest man in der FAQ zum Thema. Auf gut Deutsch: Eigentlich wird ins Ausland kaum etwas außer normalen Briefsendungen nachgesandt; diese werden dann alle paar Tage (genau konnte mir der Mann an der Hotline das auch nicht sagen; in der Postfiliale waren sie sowieso völlig ahnungslos) zusammen in einen großen Umschlag gesteckt, der ab wiederum nur mit dem für Deutschland nötigen Porto versehen wird. Den fehlenden Betrag sowie vermutlich eine Strafgebühr von ca. 50 Cent pro Sendung dürften wir in Frankreich dann der Französischen Post noch nachzahlen.
Mit anderen Worten: Wer sich auf so einen Nachsendeauftrag einläßt, bekommt nicht nur praktisch nichts nachgesandt, sondern das auch noch zu völlig unabsehbaren Kosten.
