Nachsendeauftrag fürs Ausland

 

Sollte jemand meiner geschätzten LeserInnen irgendwann darüber nachdenken, einen Nachsendeauftrag für’s nur europäische Ausland der “Deutsche Post AG” anzuvertrauen: Finger weg. Jedenfalls, wenn mensch irgendeine vertrauenswürdige Person im Inland auftreiben kann, die zuverlässig eingegangene Post annimmt, evtl. sogar unwichtige Werbepost wegschmeißt und den Rest eintütet, ist das vermutlich billiger, sicherer und weniger beknackt gelöst als beim größten deutschen Siewissenschon. Denn deren Nachsendung geht so:

Ausgeschlossen ist ferner die Nachsendung in das Ausland von Infopost, Infobriefen, Warensendungen, Werbeantworten, Pressepost, Briefen mit den Zusatzleistungen Nachnahme und Wert, Postident sowie Paketen, Päckchen und Express-Sendungen.

Liest man in der FAQ zum Thema. Auf gut Deutsch: Eigentlich wird ins Ausland kaum etwas außer normalen Briefsendungen nachgesandt; diese werden dann alle paar Tage (genau konnte mir der Mann an der Hotline das auch nicht sagen; in der Postfiliale waren sie sowieso völlig ahnungslos) zusammen in einen großen Umschlag gesteckt, der ab wiederum nur mit dem für Deutschland nötigen Porto versehen wird. Den fehlenden Betrag sowie vermutlich eine Strafgebühr von ca. 50 Cent pro Sendung dürften wir in Frankreich dann der Französischen Post noch nachzahlen.

Mit anderen Worten: Wer sich auf so einen Nachsendeauftrag einläßt, bekommt nicht nur praktisch nichts nachgesandt, sondern das auch noch zu völlig unabsehbaren Kosten.

7 Kommentare

  1. Jakob

    Vielen Dank für den Hinweis. War auf der Suche nach Informationen darüber und meine Befürchtungen haben sich bestätigt.

    7. Januar 2009, 16:46 Uhr

  2. Willi

    Stimmt komplett, denn nach längerem Schriftwechsel mit der Deutschen Post AG und auch der Bundesnetzagentur bleibt als Fazit nur, Kunde resigniere, keine Chance.

    Worum geht es, natürlich Nachsendeauftrag Deutsche Post AG wegen vorübergehender Abwesenheit. Nachsendungen hier explizit auch eingeschlossen das vorhandene Deutsche Postfach. Die Nachsendungen soll(t)en gehen nach Österreich.

    Was kam an???? Eigentlich nichts. Alle Sendungen lagen in meinem Postfach, Postalisch korrekt adressiert mit Namen, Straße, Hausnummer, PLZ und Ort.
    Unter anderem waren das:
    a.) Ein Bußgeldbescheid der Kreisverwaltung Siegburg
    b.) Rechnung meines Handy Providers
    c.) Eine Kreditkarte der Advanzia Bank in Luxemburg (aufgegeben in Trier)
    d.) Gehaltsabrechnungen meines Arbeitgebers (Großer Deutscher Betrieb)
    e.) Kontoauszüge meiner Deutschen Bank
    f.) Informationen zu meinem Konto was ich bei einer anderen Deutschen Bank führe
    g.) Viele andere mehr, die aufzuzählen ich mir spare.

    Beschwerden werden nicht anerkannt, weil laut Mitteilung der Konzernleitung Deustche Post AG heir keine Fehler vor liegen.

    Einziger Fehler den diese Sendungen hatten, sie hatten einen normalen Freimachungsvermerk “Deutsche Post AG Entgelt bezahlt”

    Und sowas behandelt die Deutsche Post AG als “Infopost”. Beknackt, oder? Da bietet die Deutsche Post AG ihren Großkunden diese Art der Freimachung an um kostengünstig viele Kunden zu erreichen, und anschließend behandelt die Deutsche Post AG diese Sendungen als “nicht weiter wichtig”.

    Hmmm, mache sich einer seinen Reim darauf, für mich bleibt, Nachsendeauftrag der Deutschen POst AG ist für die Katz, man/frau suche sich eine andere Lösung. Was mich jedoch am meisten wurmt, die absolute Ignoranz und Selbstherrlichkeit bei diesem Betrieb auf Anfragen und Beschwerden.

    15. Februar 2009, 11:29 Uhr

  3. Micha Senner

    Ich hatte mit meiner Briefpost im Ausland das gleiche Problem.
    Es gibt eine Lösung: eine kleine Company in der Nähe von Würzburg, die eine sehr zuverlässige Dienstleistung dafür anbietet: sie scannen einfach die Briefpost und legen die Dokumente als PDF in ihrem Portal ab. Gut man zahlt zweimal – 1x an die Post AG (Nachsendeantrag innerhalb von Deutschland an die Company) und eben 1x an die Company, aber dafür funktioniert es wenigstens. In der Regel liegt die eingescannte Post mittags als elektronische Kopie im elektronischen Postfach…

    20. April 2009, 14:52 Uhr

  4. Konrad

    Das ist natürlich total super, wenn Dritte deine Post einscannen und dir schicken?????
    Auf was für dämliche Ideen manche kommen, Datenklau leicht gemacht…

    13. August 2009, 23:53 Uhr

  5. Thomas

    Wer sich seine Post in den Urlaub nachsenden lässt, hat das Nachsehen. Mehr als 15 Euro, egal ob für eine Woche oder ein halbes Jahr. Und dann braucht eine Sendung von Deutschland nach Österreich regelmäßig eine ganze Woche. Normalerweise ist ein Brief 2 Tage unterwegs. Aber offenbar schickt die Post die Nachsendungen erst 5 Tage nach Eintreffen an der Heimatadresse ab. Die Deutsche Post tut alles, um ihren schlechten Ruf zu bekräftigen. So dürfen sich meine Gastgeber in Österreich darauf freuen, mit die Briefe wieder zurück zu schicken, die erst eintreffen, wenn ich wieder abgereist bin. Päckchen werden ohnedies, ebenso wie Infopost, nicht nachgeschickt. Nach sieben Werktagen gehen sie an den Absender zurück. Bei der Rückkehr und der Nachfrage beim Postamt erfährt man dann, wieviele Sendungen wieder retour gingen, nicht aber, von wem sie kamen.

    16. August 2011, 9:42 Uhr

  6. Tommy

    Also normalerweise funktioniert das mit dem eigentlich reibungslos. Das mit dem Ausland ist aber gut zu wissen… werde ich die Tage bei der überarbeitung meiner Seite mal mit einfügen in den FAQ! Sicher interessant für viele… dann lieber zu nem bekannten in DE umleiten und der soll das nachsenden. Ist sicher billiger am Ende!

    7. September 2011, 15:55 Uhr

  7. Tommy

    so sollte das sein…
    hat irgendwie den link verhaspelt :)

    7. September 2011, 15:56 Uhr

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Dieser Eintrag entstand am Montag, 13. Oktober 2008, um 10:35 Uhr.

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