
Like A Dragon
Bunt geht’s zu in Tokio, brutal und durchweg durcheinander. Ein junges Pärchen findet Gefallen am Stehlen und zieht mit Gesichtsmaske und Messer durch die kleinen Läden der Stadt. Ein frisch entlassener Yakuza findet seinen Boss nicht mehr, wohl aber reichlich Leute, die ihn verprügeln wollen. Zwischendrin sucht ein Mädchen seine Mutter, und ein koreanischer Killer sammelt Informationen. Flott ist das, sogar spaßig, wenn man absurde Schieß- und Prügelorgien lustig finden kann, aber inhaltlich und sonstwie ist das alles ziemlich egal und darf schnell wieder vergessen werden.
Jack Brooks, Monster Slayer

Sagen wir’s direkt: Trash vom Feinsten. Jack Brooks ist sicher kein Film für einen differenziert nachdenklich gestalteten Abend, feiert aber mit Freude das gute, alte Monsterkino, als die Biester noch aus Latex waren (nicht aus Pixeln), unter dem ein Mensch schuftete und schwitzte. Der Held ist ein jungenhafter Installateur mit traumatischer Kindheit und einem echten Problem beim Anger Management. Das erweist sich im Umgang mit menschenfressenden Ungetümen als durchaus sinnvoll anwendbarer Charakterzug. Die unwichtigste, aber dennoch beantwortete Frage des Films: Will he get the girl? (Besprechung in der New York Times)
My Name is Bruce

Wo Jack Brooks nostalgisch Trash (und sehr explizit auch die Evil-Dead-Filme) feiert und nachbaut, blickt Bruce Campbell, der Held von My Name is Bruce, erstmal ziemlich frustriert auf seine B-Movies zurück. Er dreht sie noch immer, und sie werden nicht besser. Gerade dreht er “Cave Aliens 2″, da treten die Bewohner des Städtchens Gold Lick an ihn heran, die ein Problem mit einer sehr wütenden chinesischen Gottheit haben. Ob der Held so vieler Monsterfilme ihren persönlichen Unhold vielleicht rasch mal zurück unter die Erde bringen könnte?
Bruce müht sich redlich, und hinein kommt in diese von Campbell selbst inszenierten Klamotte neben der eher simplen Geistergeschichte noch etwas Satire auf den Starkult und seine Protagonisten; heraus kommen einigermaßen unterhaltsame 90 Minuten ohne bemerkenswerten Mehrwert. Glücklicherweise geht der Regisseur mit seinem Star (also sich selbst) nicht allzu zimperlich um.
(Fotos: Fantasy Filmfest)
