Der Deutsche Journalisten-Verband und die Süddeutsche Zeitung beschweren sich unisono und zurecht über die seltsamen Knebelverträge, die Constantin Film JournalistInnen aufdrücken will, die eine Vorfassung von Der Baader Meinhof Komplex zu sehen bekommen wollen.
Nun ist das einigermaßen bizarr; denn ich kann mir kaum vorstellen, daß Journaille-Horden permanent den Constantin’schen Firmensitz belagern, um möglichst rasch einen Blick aufs Zelluloid erhaschen zu können; dafür sind wir eigentlich für gewöhnlich zu beschäftigt. Stattdessen soll ja die Vorführung Publicity generieren, sonst braucht man sie nicht zu machen, und den JournalistInnen dann den Mund zu verbieten, ist, obwohl’s anscheinend legal ist, schon ziemlich frech. Mit Strafen im fünfstelligen Eurobereich zu drohen, ist ein Skandal.
Daraus kann man, auch aus den von Thomas treffend benannten Gründen, eigentlich nur einen Schluß ziehen: die Berichterstattung zu diesem Film komplett verweigern. Ich schließe mich daher Thomas’ Aufruf an – von mir kriegt der Film jedenfalls keine Zeile. Ich habe auch wirklich Interessanteres zu tun.
Die einzige Alternative zum Boykott hat Lukas schon ausgelotet: Er verrät einfach die ganze Filmhandlung.
