Archiv für Juli 2008

 

The Dark Knight

The Dark Knight - Szenenfoto (c) Warner Bros.

(für den lieben M., dem ich den Abend, wenn nicht versaut, so doch zumindest zerrissen habe)

Im Grunde muß man über The Dark Knight nicht mehr viel schreiben und sagen, die Kritiken sind jetzt schon so zahlreich und so durchweg positiv, daß man nur bestätigen kann: Ja, ein richtig, richtig guter Film.

Und der beste Superheldenfilm seit Spider-Man, vor allem aber der bessere Spider-Man 3. Dort sollte die Spaltung in Gut und Böse sich ganz innerhalb der Person von Peter Parker und seinem eifersüchtigen, gewalttätigen Alter Ego abspielen. Das führte nicht nur zu einer ziemlich gedrängten Erzählung, in der auch noch zwei Spidey-Gegenspieler ab- und durchgenudelt werden mußten, es war auch insgesamt weniger überzeugend bis lächerlich. Das war umso bedauerlicher, als der erste Spider-Man gerade dort am besten war, wo er sich nur mit der inneren Spannung seiner Hauptperson beschäftigte.

In The Dark Knight sind Gut und Böse nun fein säuberlich getrennt, mit Batman hier und dem Joker dort – “You complete me” gurrt er einmal, und weiß genau, daß auch Batman nur durch ihn komplett ist. Das trifft den entscheidenden Punkt bestürzend genau: Ohne solche Bösewichter ist Batman eine völlig uninteressante Figur.

Sein Gerechtigkeitssinn, der sich in Batman Begins vor einer allerdings sonst ziemlich faden Geschichte entwickeln durfte, ist hier so vollständig und letztlich unangreifbar, daß seiner schwarzen Kevlarrüstung kein Schillern abzugewinnen ist. (Daß Christian Bale ihn so regungslos spielt und als Batman auch nur von Nasenunterkante bis Kinn zu sehen ist, macht es nicht besser.) Stattdessen sind es, wie ein amerikanischer Rezensent schrieb, die Szenen mit dem Joker, auf die man wartet. Und es sind diese Szenen, die hängen bleiben, weil sie nachdrücklich bestürzend und beängstigend sind. Weiterlesen »

Wir tanzen den Adolf Hitler im Quartett

Nicht, weil ich für dieses Blog mehr Adolf Hitler bräuchte (im Rahmen einer Diskussion, die die Welt nicht braucht), sondern weil mir Volker Oppmann und sein kleines Verlagshäuschen Onkel & Onkel freundschaftlich und herzlich wichtig sind, möchte ich an dieser Stelle auch noch ausdrücklich auf das Führerquartett hinweisen.

Nicht, daß das nötig wäre: Nachdem sich die Bild-”Zeitung” erregt hatte, sind die üblichen Verdächtigen auch auf den Zug aufgesprungen. Es schrieben also bislang u.a. der Tagesspiegel und die Daily Mail; und schließlich waren gestern Reuters da und auch Spiegel TV.

Wodurch jetzt das wirklich sehr bemerkenswerte Quartett bei amazon.de auf Platz 21 20 17 12 der aktuellen Bestseller steht.

Hinweis in eigener Sache

Abt. für Gender Trouble

Ich bin heute abend zu Gast beim Küchenradio – wann die Sendung online geht, weiß ich nicht genau, aber aufgezeichnet wird ab ca. 20 Uhr. Die vage vorgesehenen Themen sind u.a. Geschlechterverhältnisse im Web 2.0 und Sexismus im Internet – alles andere wird sich, dem Format entsprechend, einfach entwickeln. Mein letzter Ausflug ins Radio war ja etwas kürzer und “kontrollierter”, insofern bin ich (wieder) etwas nervös. Aber freu’ mich!

Update: Das Gespräch ist jetzt hier online, ein paar Lektürehinweise habe ich im Genderblog versammelt.

Watchmen-Trailer

Abt. für Film

Aller berechigten Skepsis zum Trotz sieht das nicht ganz schlecht aus:

(direkt; via)

Update: Keine Hilfe in Kreuzberg mehr

Abt. für Berlinalia

Auch wenn sich wahrscheinlich nichts mehr retten läßt, hat mein Bedauern über die Schließung des Kinderärztlichen Bereitschaftsdienstes in der Kreuzberger Graefestraße jetzt zumindest mit diesem Artikel in der Berliner Morgenpost ein bißchen Öffentlichkeit bekommen.

Neben der Schließung ist der eigentliche Skandal auch, daß (ich wiederhole mich) offenbar Kinderärzte und medizinische Einrichtung von der Schließung nicht informiert waren und fleißig weiter auf den Bereitschaftsdienst hinwiesen, als der schon längst geschlossen war.

Als Hohn empfinde ich übrigens die im Artikel zitierte Aussage von Ulrich Fegeler, Pressesprecher des Berufsverbandes der Kinder- und Jugendärzte in Deutschland:

[...] das Argument, dass Kreuzberger und Friedrichshainer Eltern mit ihren kranken Kindern nun nach der Aufgabe der Ersten-Hilfe-Stelle in Kreuzberg längere Wege in hinnehmen müssten, lässt Ulrich Fegeler nicht gelten. “Das Tempelhofer Sankt-Joseph-Krankenhaus ist in der Nähe, außerdem gibt es noch die Charité und das Vivantes-Klinikum Neukölln.”

Weil es ja für Menschen ohne Auto, aber mit ein bis zig Kindern – und davon gibt es in Berlin eine ganze Menge – egal ist, ob man im Kiez bleiben kann, oder von Kreuzberg aus nach Mitte (Charité), Süd-Neukölln (Vivantes) oder eben ins (übrigens sehr schöne) Sankt-Joseph (Tempelhof) muß. So rotzig-realitätsfern muß man als Kinderarztverbandspressesprecher erstmal sein…

(Danke, M., für den Link!)

Filmkritiken diese Woche

Abt. für Film

Lang besprochen:

Mamma Mia! – Filmkritik bei critic.de

Freche Mädchen – Filmkritik bei critic.de

Kurz besprochen:

Next (2007)

An der Stelle, wo bei mir ansonsten das Gehirn sitzt, habe ich bei Filmen mit Nicolas Cage aus unbekannten Gründen einen Soft Spot – so auch bei Next. Dabei ist, Philip hin, K. Dick her, die Geschichte nach Abhandlung der Grundidee wenig aufregend, und relativ schnell hat man auch kapiert, was das für Möglichkeiten und Variationen bietet: Flashforwards statt Flashbacks. Nicht-Erschießbar ist der Hauptdarsteller außerdem.

Trotzdem ist das insgesamt ganz unterhaltend, weil es insgesamt flott vorangeht, und natürlich spielt Jessica Biel mit, die man gerne anschaut, auch wenn der Film selbst nicht vollkommen überzeugt. Wie etwa mit der Schlußpointe, für die man sich auch etwas anderes hätte einfallen lassen können.

Liebe DAK,

Abt. für Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

hab vielen Dank für Dein postnatales Informationspäckchen, das heute angekommen ist – auch wenn wir die meisten Sachen schon allein deshalb nicht brauchen, weil wir das alles schon wissen. Aber das ist nicht so wichtig, die Geste zählt, das orangefarbene Lätzchen war schon für’s erste Kind super, und vieles weiß man ja auch nicht mehr so genau.

Wobei der Impfkalender von 2004, wie wir schon wissen, wirklich ein wenig veraltet ist. Vielleicht möchtet Ihr da nachbessern.

Genauso wie bei dem tollen Gutschein eines Onlinespielzeughändlers, den Ihr beigelegt habt, und den wir bestimmt nicht auch eingelöst hätten. Wenn wir noch die Gelegenheit dazu bekommen hätten. War aber zeitlich nicht zu machen:

DAK-Gutschein

Netter Versuch. Das nächste Mal schickt Ihr Euer angestaubtes Papier doch bitte ins Altpapier, ja?

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