Zumindest einige der Titel dieses Films scheinen darauf hinzudeuten, daß den Machern nicht unbedingt ein ungewöhnliches Remake zu Snakes on a Plane vorschwebte – letztlich ist es aber völlig wurscht, ob Plane Dead aka Plane Dead – Zombies on a Plane aka Flight of the Living Dead: Outbreak on a Plane (Homepage) eine Variation auf den Schlangenfilm mit Zombies oder eine Variation von Zombiefilmen an Bord eines Flugzeugs ist.
Trash ist der Film so oder so. Weder im grundlegenden Ansatz noch in den Einzelheiten kann Plane Dead (einigen wir uns auf den Titel?) irgendwie anders als völlig Ballaballa genannt werden.
Ein Wissenschaftler hat nicht besonders legal einen Körper mit einer künstlich hergestellten Krankheit infiziert – entwickelt aus dem “Malaria-Virus“, wie es im Film heißt. (Da hat jemand seine Hausaufgaben nicht gemacht. Erledigen wir doch gern für Euch.) Selbigen Körper hat er alsdann schlampig verpackt und samt Bewacher im Frachtraum einer Linienmaschine untergebracht. Die Kontrollen sind nach 9/11 wohl doch nicht so streng, wie man immer hört.
Damit sich der Film lohnt, gibt es ein paar kleinere Luftlöcher, die das Flugzeug so durchrütteln, daß sich die infizierte Kiste der Pandora öffnet. Im Handumdrehen wanken und klettern dann allerlei untote, sehr hungrige Exmenschen durch die 747. Das daraufhin Folgende entwickelt sich mit einer gewissen zwingend vorhersehbaren Logik, die aus vergleichbaren Filmen bekannt ist, macht aber immerhin schönen Gebrauch von den topologischen Gegebenheiten an Bord eines Flugzeugs und kann so, trotz gänzlich unorigineller Gesamtstruktur, einige hübsche Momente hervorbringen. Selten sah man einen Zombie sich so lüstern die Zähne lecken und so gekonnt neue Wege suchen.
Plane Dead nimmt sich auch glücklicherweise selbst nicht sehr ernst (Regenschirm! Abfalljäger!), sonst würde man sehr rasch anfangen, Fragen nach der logischen Konsistenz des Ganzen zu stellen (wo kommt denn, bitteschön, die ganze Munition her?). Stattdessen gibt es zu einer Tonspur aus lauten Schreien und lauter Musik ein exzessives Schlachtfest auf engstem Raum zu bestaunen, jede Menge Theaterblut wird vergessen, verspritzt und verzehrt. A lot of fun was had by all.
Das ist für die Dauer des Films tatsächlich einigermaßen unterhaltsam und immerhin ohne grobe Schnitzer inszeniert, auch wenn eben das Drehbuch ziemlich schwächelt. Aber für kluge Dialoge wechselt man ja eh in ein anderes Genre, oder sieht sich Fido an.
(Links: Ein Interview mit “Stewardess” Kristen Kerr beim lesenswerten Final Girl – Das Gag Reel. Blut spritzt!)
