Kollateralschäden der Rationalisierung

 

Abt. für Berlinalia, Kapitalismus 2.0 - Permanent Beta

Heute hörten wir von einem befreundeten Journalisten, dessen Namen wir nicht nennen sollen, daß laufend Unfälle passieren: Leute, die vor einfahrende Züge gestoßen werden oder selbst springen, Unfälle mit Jugendlichen, die Türen in der eben geschilderten Manier aufreißen und so weiter. Die BVG will nicht, daß darüber in der Presse berichtet wird, angeblich um Nachfolgetäter nicht zu animieren. Wir vermuten, daß es noch andere Gründe für diese Zurückhaltung gibt: Seit das Personal abgeschafft wurde, welches früher die Fahrt freigab, haben sich die Unfälle sprunghaft vermehrt. Denn der Fahrer kann die Vorfälle am Zug natürlich nicht sehen. Die Rationalisierung fordert ihren Preis.

Schreiben Jörg Schröder und Barbara Kalender in ihrem taz-Blog (via).

2 Kommentare

  1. Yetused

    Und als Ersatz für das abgeschaffte Personal bzw. das abgeschaffte Aussteigen des Fahrers, gibt es heute eine tolle Lautsprecheranlage des Zugführers, mit der er mit den Draußenstehenden kommunizieren kann (”Bitte jetzt mal weg da von der Tür”). Blind.

    5. September 2007, 22:51 Uhr

  2. Rochus

    Wieso “bitte”? Heute hat ein U-Bahn-Fahrer einfach mal lautstark innen wie außen Leute beschimpft, die offensichtlich die Türen blockierten. Verhältnismäßig unflätig, von Bitte keine Spur.

    Es ist ja nicht so, daß die BVG ausgerechnet ihr unfreundliches Personal wegrationalisieren würde.

    5. September 2007, 22:58 Uhr

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Dieser Eintrag entstand am Montag, 3. September 2007, um 0:43 Uhr.

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