AdventsbetexterInnengewinnkonzertbericht

 

Als Nachrücker hatte ich vor einigen Wochen im “Adventsbetexter”-Gewinnspiel des Hauptstadtblog zwei Karten gewonnen – eigentlich waren sie für einen schönen Abend mit Till Brönner gedacht, aufgrund von Verwicklungen gab es dann aber doch keine Karten. Stattdessen für den 6. Januar, ebenfalls in der Philharmonie, das DSO unter Leitung von Kent Nagano. Mangels Babysitter und wegen wiederum anderer Verwicklungen konnte ich nicht selber gehen, aber der Prinzessin und einer Freundin von uns hat es gefallen; hier ihr kurzer Bericht:

Statt Trompeten vor Weihnachten Violine zu Heilg’ Drei König

Mit einem gewagt durchmischten Programm konnten wir als nachgerückt drittplazierte Gewinner des ersten „Die Adventsbetexter“-Wettbewerbs zusammen mit dem Deutschen Symphonie Orchester Berlin unter der Leitung von Kent Nagano in der Philharmonie ins neue Jahr starten. Der Beginn des Abends stand ganz im Zeichen des Meeres: Circulating Ocean, ein Orchesterwerk des Japaners Toshio Hosokawa ist bisher nur selten zu hören gewesen, da er es erst 2005 im Auftrag der Salzburger Festspiele komponiert hat. Anders als man erwarten könnte, brach über uns keine Flut und tosende Wellen herein, sondern es dominierten leise, luftige Töne – besonders schön fand ich die zarten japanischen Windglocken. Trotz des fast voll belegten großen Konzertraums haben sie uns ganz intim an den Bewegungen des ‚Klang-Ozeans‘ teilhaben lassen. Der tosende Applaus für den anwesenden Komponisten war also völlig gerechtfertigt.

Nach diesem ganz ‚frischen‘ Stück wurden wir per Zeitsprung ins 18. Jahrhundert zurückversetzt. Und überraschenderweise paßte Wolfgang Amadeus Mozarts fröhliches, aber nicht zu aufdringliches Violinkonzert in G-Dur ganz wunderbar zu Circulation Ocean. Ein großes Orchesterstück hätte den Eindruck zu sehr überlagert. Den symphonischen, großen Klang bekamen wir dann aber noch nach der Pause geboten. Mit Johannes Brahms Dritter Symphonie endete der Abend großartig, und die eingängigen Melodien begleiteten uns noch beschwingt nach Hause. Vielen Dank für den klang- und geschmackvollen Gewinn!

Und nochmals danke, Matthias!

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Dieser Eintrag entstand am Freitag, 12. Januar 2007, um 12:05 Uhr.

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