Die Soldaten versuchen systematisch, das Vertrauen zwischen Anwalt und Klient zu zerstören. Man sagte den Gefangenen, dass ihre Anwälte Juden oder schwul seien. Manchmal sprach ich morgens mit einem Mandanten, nachmittags wurde er verhört. Dabei stellte man ihnen Fragen nach Dingen, die sie mir, nicht aber dem Militär erzählt hatten. Ich nehme also an, dass unsere Gespräche abgehört werden, obwohl uns Vertraulichkeit zugesichert worden ist.
Und das ist noch das Harmlose. Das Magazin der Süddeutschen Zeitung trägt Stimmen aus Guantanamo zusammen. Ich kann nur hoffen, daß die derzeitige amerikanische Regierung (und ihre mittlerweile ausgeschiedenen Mitglieder) sich irgendwann nicht in ähnlichen Haftbedingungen wiederfinden. Sondern ihre gerechte Strafe erhalten und absitzen müssen.
Ansonsten hoffen mir mit George Walker Bush eben aufs jüngste Gericht. Das dürfte, da bin ich ganz arrogant überzeugt, einiges an Klarheit in diese Angelegenheit bringen.
(Irgendwie bin ich in dieser Angelegenheit zunehmend humorlos.)
